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Eine Ampel steht auf rot vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.
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In der Corona-Politik steuern die Regierenden im Slalom in Richtung Abgrund. Deshalb: Erst bremsen, dann wählen. (Archivbild)

Kommentar

Corona-Politik der Bundesregierung: Erst bremsen, dann wählen

  • Stephan Hebel
    VonStephan Hebel
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Ausgangssperren sind schwer erträglich, aber vielleicht kommen wir anders wirklich nicht herunter von der halb eingesperrten Warterei auf Corona-Impferfolge. Ein Kommentar.

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Bus. Der Fahrer oder die Fahrerin hat am Vorabend gefeiert und schläft ein, der Bus rast auf einen Abgrund zu. Aber statt die Notbremse zu ziehen, sagen Sie: Nö, nicht mein Fehler, das sollen die da vorne mal lösen. Das würden Sie natürlich nicht tun. Sie würden die Vollbremsung versuchen und hinterher darauf bestehen, dass die Fahrerin oder der Fahrer verantwortlich gemacht wird.

So ähnlich geht es uns allen in dem Corona-verseuchten Bus, den die Regierenden unseres Landes in einem Slalom zwischen Halbschlaf und Hektik durch die Gegend steuern, mit klarer Schlagseite Richtung Abgrund. Sie haben inzwischen unzählige Abzweigungen verpasst, sind mehrmals verfrüht von der Bremse aufs Gas gestiegen, und nur wenn ein Wirtschaftsverband ein neues Verkehrszeichen erfand – „Produktion muss weitergehen“, „Tests sind zu teuer“, „Ab ins Büro“ – hören sie kurz zu.

Söder und Laschet: Union im Machtkampf während Corona-Krise

Es kommt hinzu, dass die größere Regierungspartei sich nicht entblödet, mitten in dieser Krise einen Machtkampf vorzuführen, der mit politischen Alternativen so gut wie nichts zu tun hat (oder können Sie einen inhaltlichen Punkt nennen, in dem Söder und Laschet sich unterscheiden?), mit persönlichen Ambitionen aber sehr viel. Nicht auszudenken, wie CDU und CSU auf diese Unverantwortlichkeit von „Staatsdienern“ reagiert hätten, fände etwas Ähnliches in anderen Parteien statt.

Jetzt also die Bundes-Notbremse gegen Covid-19. Vor allem die möglichen Ausgangssperren stellen in der Tat eine kaum erträgliche Einschränkung persönlicher Freiheit dar – besonders für Leute, die in beengten Verhältnissen leben. Aber es kann sein, dass wir anders wirklich nicht herunterkommen von der halb eingesperrten Warterei auf einschneidende Impferfolge.

Corona-Politik: Ausgangssperre wäre schwer auszuhalten

Um bei dem Beispiel mit dem Bus zu bleiben: Wer jetzt nicht belegen kann, dass das Weiterfahren Richtung Abgrund besser ist als die Vollbremsung, sollte sich bei allem berechtigten Ärger noch mal zusammenreißen. Und die da vorne am Steuer verantwortlich machen, wenn die Höllenfahrt endlich gestoppt ist. In der Politik gibt es dafür eine Methode: Abwählen. (Stephan Hebel)

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