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Mitten in der Corona-Krise: Jens Spahn zerstört das Vertrauen in ihn

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Von: Thomas Kaspar

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Maske oder Maulkorb: Jens Spahn geht rechtlich gegen Journalist:innen vor, die über seine Immobilienkäufe berichten.
Maske oder Maulkorb: Jens Spahn geht rechtlich gegen Journalist:innen vor, die über seine Immobilienkäufe berichten. © Michael Sohn/POOL AP/dpa

Der Gesundheitsminister geht gegen Journalist:innen vor, die zu seinen Immobilienkäufen ermitteln. Das zerstört genau das Vertrauen, das er in seinem Amt bräuchte. Ein Kommentar.

Frankfurt am Main - „Mich beunruhigt, dass uns zu viele Bürger weniger vertrauen“, sagte Jens Spahn im Jahr 2019, als er die Digitalisierung von Patientendaten vorstellte. Inzwischen kann man hinzufügen: Er selbst ist einer der Gründe dafür.

Nicht wegen seines Verhaltens in der Corona-Krise. Hier werfe den ersten Stein, wer keine Fehler gemacht hätte. Die Haltung des Bundesgesundheitsministers ist der Grund für die Erosion der wichtigsten Währung im Gesundheitswesen und im Datenschutz: die Integrität der Person.

Jens Spahn bestreitet den Zusammenhang wischen Jobvergabe und Immobilienkauf

Mehr als einen Beigeschmack hat, dass Jens Spahn einen Freund, dem er eine teure Wohnung abgekauft hatte, zum obersten Digitalisierer im Gesundheitswesen gemacht hat. Zudem versucht er, mit rechtlichem Druck die Berichterstattung über seine Millionenkäufe zu verhindern.

Weil Jens Spahn aber zu oft Privates mit Beruflichem verquickt hat, ist die dringend nötig. Also lässt er seine Anwälte recherchierende Journalist:innen ausforschen. Ein Verhalten wie in einer Autokratie.

Jens Spahn tritt nicht als souveräner Chef auf

Sensible Gesundheitsdaten benötigen einen souveränen Chef, der Transparenz vorlebt. So entsteht Vertrauen. Deutschland hat Jens Spahn.

Den zugehörigen Bericht zu diesem Kommentar über das Verhalten von Jens Spahn lesen Sie hier: Jens Spahn forscht kritische Journalist:innen aus.

Ein Kommentar von FR-Chefredakteur Thomas Kaspar

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