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Markus Söder: Wenn die dunkle Seite der Macht Baby Yoda missbraucht

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Von: Katja Thorwarth

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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, trinkt vor Beginn der Sitzung des bayerischen Kabinetts, die als Videokonferenz geführt wird, aus einer Star-Wars-Tasse mit der Aufschrift „Yoda - Master of the Jedi“.
Markus Söder verkauft die CSU als die „helle Seite der Macht“. © Peter Kneffel/dpa

Die dunkle Seite der Macht bedroht die Welt. Und wer kämpft dagegen? Markus Söder. Ein Kommentar.

Frankfurt - Knuffig schaut er aus, der hellgrün-gräuliche Baby Yoda (eigentlich Grogu), wie er so eingemummelt mit riesigen Ohren und Augen ums Eck blickt. Der Mund eine klar gezeichnete Linie, doch seine Botschaft kommt an. „Ich bin für dich da, für das Licht in der Dunkelheit“, würde er wohl sagen, spräche der kleine Grogu nur eine der vielen weltlichen Sprachen.

Doch die beherrscht er vermutlich nicht, das Geschöpf aus der Galaxy - das dennoch nicht davor gefeit ist, von Markus Söder (CSU), seines Zeichens bayrischer Ministerpräsident, für seine Zwecke missbraucht zu werden. „Jetzt auf der hellen Seite stehen - Online-Mitglied werden“, heißt es gar auf dem söderschen Instagram-Account in einem Post, der in zarten Grau-Tönen gehalten die Rettung vor jeglicher Dunkelheit suggeriert.

Markus Söder verkauft die CSU als die „helle Seite der Macht“

Und womit? Damit, CSU-Mitglied zu werden. Ja, Sie haben richtig gelesen. Die CSU wird hier als die „helle Seite der Macht“ verkauft. Vermutlich war nicht einmal Franz-Josef Strauß so dreist, derartiges zu behaupten von einer Partei, deren Protagonisten einigermaßen konsequent Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss teils mit Todesfolge begehen.

Aber Markus Söder geht die Sache durchaus clever an, schon alleine, weil er sich in die Star-Wars-Fan-Szene hinein schlawinert. Seine kulturelle Kompetenz kann ihm niemand absprechen: Pünktlich zum 4. Mai, also am „May, the fourth“, hat er den Plan gen Erlösung verkündet, und diesen Code kennen auch nur die Insider.

Markus Söder (CSU): Machtanspruch reduziert sich auf den traurigen Baby Yoda

Mit „May, the fourth“ wird nämlich „May the force be with you“ („Möge die Macht mit dir sein“) assoziiert, natürlich voll ironisch - kann aber auch sein, dass es Söder einfach nicht kleiner macht. Bleibt die Frage, wer denn nun die „dunkle Macht ist“. Wohl nicht die Katana-Flotte, die aus 200 Dreadnaughts besteht und noch „aus den Tagen der Galaktischen Republik stammt“ (Jedipedia) .

Sind es gar die Grünen, imaginär in dunkelgrün getaucht, oder (völlig surreal), eine SPD in dunkelrot? Gelb kann es auch nicht sein, da geht es ja mehr ums Geld. Gehen wir mal davon aus, dass Braun in CSU-Kreisen als Gegenpol auch nicht als glaubwürdig eingeschätzt wird, reduziert sich der Machtanspruch letztlich auf den traurigen Baby Yoda, der ungefragt die Menschen ins bayrische Nirvana ziehen soll. Grogu wäre sicherlich nicht einverstanden. (Katja Thorwarth)

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