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China und Russland spielen mit dem Feuer

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Ein chinesischer H-6K-Bomber auf Patrouillenflug über dem Südchinesischen Meer im Jahr 2017.
Ein chinesischer H-6K-Bomber im Jahr 2017 auf Patrouillenflug über dem Südchinesischen Meer. © IMAGO / Xinhua

Russische und chinesische Flugzeuge kommen dem südkoreanischen Luftraum gefährlich nahe. Peking und Moskau verunsichern eine weitere Region – und stellen sich an die Seite Nordkoreas. Der Kommentar.

Es ist beunruhigend, wenn chinesische und russische Kampfjets in die südkoreanische Luftraumüberwachungszone eindringen und Seoul provozieren. Denn Moskau versucht mit der Hilfe Chinas eine weitere Region sicherheitspolitisch zu destabilisieren, indem es die Menschen in Südkorea verunsichert. Außerdem fordern die beiden Atommächte die USA heraus, wenn sie versuchen, deren Status als Schutzmacht Südkoreas zu schwächen.

Zudem stellt sich das ungleiche Duo an die Seite Nordkoreas, das in den vergangenen Wochen ebenfalls Seoul und Washington mit Raketentests herausforderte, aber dank der Blockade Moskaus und Pekings im UN-Sicherheitsrat keine schärferen Sanktionen fürchten muss.

Washington hat bislang die jüngste russisch-chinesische Stichelei ignoriert. Man muss auch nicht über jedes Stöckchen springen. Auf Dauer funktioniert das allerdings nicht. Sollten Moskau und Peking weiter mit derlei Provokationen innenpolitisch punkten wollen, wird Washington reagieren müssen und als Schutzmacht Südkoreas Stärke zeigen. Damit droht der Konflikt weiter zu eskalieren.

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