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Die CDU bleibt eine Männerpartei.
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Die CDU bleibt eine Männerpartei.

CDU-Parteitag

Neuer CDU-Vorsitz: Es wird ein Mann!

  • Stephan Hebel
    vonStephan Hebel
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Wer wird CDU-Vorsitzender? Sicher ist: Die große Wende wird keiner von ihnen bringen, weder in die eine noch in die andere Richtung.

Wird das die große „Richtungsentscheidung“, von der so oft die Rede ist? Wird die Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden am Samstag zum Showdown zwischen „Weiter so“ und „Alles neu“? Sicher: Die drei Kandidaten stehen für unterschiedliche Akzente. Aber wer sich ihre Profile und Programme genauer anschaut, stellt schnell fest: Die große Wende wird keiner von ihnen bringen, weder in die eine noch in die andere Richtung.

CDU-Vorsitzendenkandidat Merz propagandiert „Leitkultur“ in unterschiedlichen Varianten

In einer Hinsicht zumindest steht das Ergebnis schon sicher fest: Auch personell wird die CDU nach dieser Wahl wieder das sein, was sie eigentlich auch unter Angela Merkel noch war: eine Männerpartei.

Und inhaltlich? Steht da der Kandidat der wirtschaftsliberalen und konservativen Wende, Friedrich Merz, gegen zwei Männer der Mitte? Steht der tapfere Klimaschützer Norbert Röttgen gegen die Unternehmensschützer Laschet und Merz?

Keine Frage: Der begnadete Lautsprecher Merz versteht es, den Eindruck des großen Veränderers zu erwecken. Dass sozial sei, was dem Kapital nützt, trägt er so inbrünstig vor wie keiner der beiden anderen Kandidaten. Und die „Leitkultur“ propagiert er in unterschiedlichen Varianten derart hingebungsvoll, dass manchen, die das Herz rechts tragen, dasselbe vor lauter Begeisterung aufgeht.

Streit um CDU-Vorsitz: Laschet und Röttgen stehen für Fortsetzung des Merkel-Kurses

Laschet und Röttgen dagegen präsentieren sich als Garanten dessen, was sich „Kurs der Mitte“ nennt. Sie stehen für eine – wenn auch im Einzelnen variierte – Fortsetzung des Merkel-Kurses.

Das alles hat sicher Bedeutung für die Wahrnehmung und die Wahlchancen der CDU. Aber es beruht auf dem Missverständnis, Angela Merkel habe eine nicht wirtschaftsliberale, nicht konservative Politik betrieben, von der sich Merz verabschieden würde.

Keine Steuererhöhungen, auch nicht am oberen Ende; keine grundlegende Korrektur der restriktiven Migrationspolitik; kaum Ideen für die digitale Welt: In all dem sind sich die Anwärter mit Merkel einig. Schrecklich einig. (Stephan Hebel)

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