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Das „Ergrünen“ der Landwirtschaft ist überfällig.
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Das „Ergrünen“ der Landwirtschaft ist überfällig.

Kommentar

Besser ackern

  • Joachim Wille
    VonJoachim Wille
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Der im EU-Parlament abgestimmte Kompromiss für eine Agrareform greift wieder viel zu kurz, weil ein Großteil der Agrarsubvention in Höhe von 270 Milliarden Euro weiter in alte Strukturen fließt – dabei sind sie die Ursache der Misere. Der Kommentar.

Essen muss jeder. Das macht die EU-Agrarpolitik zu einem noch heikleren Thema als viele andere. Dabei war und ist Brüssel über Jahrzehnte enorm erfolgreich darin, die Versorgung zu sichern. Ja, zum Teil wurden enorme Überschüsse erzeugt, die sogar vernichtet werden mussten. Doch längst ist klar: Die bisherige Agrarpolitik ist überholt. Sie fördert das Bauernsterben, im dem sie vor allem die Großbetrieb mästet, und sie erodiert die Umwelt. Ein Großteil des Artenschwunds geht auf das Konto der industriellen Landwirtschaft, ebenso trägt sie zum Klimawandel bei.

Das „Ergrünen“ ist überfällig. Seit vielen Jahren wird darüber diskutiert und verhandelt. Doch der jetzt im EU-Parlament abgestimmte Kompromiss greift wieder viel zu kurz. Ein Großteil der Agrarsubvention in Höhe von 270 Milliarden Euro fließt danach in den nächsten fünf Jahren weiter in die alten Strukturen, die die Ursache der Misere sind.

Vom Ziel der EU-Kommission, im Rahmen des „Green Deal“ auch die Landwirtschaft umzubauen - mit weniger Pestiziden und Kunstdünger sowie mehr Ökolandbau, blieb wenig. Spannend wird nun, ob wenigstens die Ampelkoalition in Berlin sich durchringt, Spielräume zu nutzen und die Subventionen gezielt in arten- und klimagerechtes Wirtschaften zu leiten.

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