1. Startseite
  2. Meinung
  3. Kommentare

Berlin oder Wiesbaden? Faeser steht vor einer Entscheidung

Erstellt:

Von: Pitt von Bebenburg

Kommentare

Anno 2018 in Hessen: Die damalige Generalsekretärin der Landes-SPD, Nancy Faeser, lässt sich auch von der Zahn-OP am Vortag nicht von der Teilnahme am Parteitag abhalten.
Anno 2018 in Hessen: Die damalige Generalsekretärin der Landes-SPD, Nancy Faeser, lässt sich auch von der Zahn-OP am Vortag nicht von der Teilnahme am Parteitag abhalten. © Arne Dedert/dpa

Für die SPD ist die Hessenwahl 2023 sehr wichtig. Vieles spricht dafür, dass sich Bundesinnenministerin Faeser in den Dreikampf mit Boris Rhein (CDU) und Tarek Al-Wazir (Grüne) begibt. Der Kommentar.

Es ist kein Wunder, dass die Hessen-Wahl im nächsten Herbst ihre Schatten vorauswirft. Für die SPD besitzt sie größte Bedeutung. Denn seit Roland Kochs Sieg im alten Jahrtausend sitzen die Genossinnen und Genossen in der Opposition – ausgerechnet im einst „roten Hessen“.

Es erscheint möglich, dass SPD und Grüne es schaffen, die CDU dort auf die Oppositionsbänke zu schicken. Das kann aber nur unter einer Voraussetzung gelingen: wenn sich Innenministerin Nancy Faeser entschließt, als Spitzenkandidatin in die Landespolitik zurückzukehren. Sie ist das einzige bekannte Gesicht der Hessen-SPD und hat als Bundesministerin gezeigt, dass sie großen Aufgaben gewachsen ist.

Vieles spricht dafür, dass Faeser den Dreikampf mit Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und seinem Stellvertreter Tarek Al-Wazir (Grüne) führt. Die Herausforderung wäre allerdings enorm, wenn sie zugleich das zehrende Amt in Berlin ausüben würde.

Schon jetzt lässt sich der Vorwurf erahnen, sie setze sich nicht mit vollem Herzen für Hessen ein. Doch dieses Argument wird nicht ziehen. Es war Bundesinnenminister Manfred Kanther, der 1995 als CDU-Spitzenkandidat zur hessischen Landtagswahl antrat und nach seiner Niederlage noch drei Jahre lang Bundesminister blieb.

Auch interessant

Kommentare