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Belohnter Wandel

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Johannes Dieterich

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April, 2019: Demonstranten vor dem Hauptquartier der  sudanesischen Armee in Khartoum.
April, 2019: Demonstranten vor dem Hauptquartier der sudanesischen Armee in Khartoum. © OZAN KOSE/afp

Es ist richtig den Menschen im Sudan mit einem Schuldenerlass für das Land zu helfen, damit sie weiter den Schurkenstaat in ein respektables Gemeinwesen verwandeln können.

Dass Staaten zu Schurkenstaaten werden, hört man aus Afrika immer wieder. Seltener ist, dass aus Schurkenstaaten wieder respektable Gemeinwesen werden. Bei einem Gipfel in Paris wurde der ehemalige Paria-Staat Sudan – dessen vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Völkermordes angeklagter Ex-Präsident Omar al-Baschir einst Osama bin Laden Unterschlupf geboten hatte – wieder in die Gemeinschaft der Staaten aufgenommen, was in der kapitalistischen Völkerfamilie mit einem Schuldenerlass begangen wird.

Für die Wiederaufnahme in den Honoratioren-Club war vor zwei Jahren eine Revolution mit Tausenden von Toten nötig – und eine Bevölkerung, die sich weder von Drohungen noch von Schlägen, Schüssen oder Hunger von ihrem Ziel abbringen ließ.

Noch ist der Sudan nicht über den Berg. Noch haben keine demokratischen Wahlen stattgefunden. Noch sind die Generäle mit an der Macht. Der Schuldenerlass hat wenigstens den wirtschaftlichen Druck auf die Sudanesinnen und Sudanesen vermindert und ihnen eine faire Chance gegeben: Sie haben es verdient.

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