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Corona-Reiseregeln

Beendet das Chaos

  • Tim Szent-Ivanyi
    VonTim Szent-Ivanyi
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Die Bundesregierung muss das Durcheinander bei Corona-Reiseregeln beenden, sonst macht sich Politik erst lächerlich und verliert dann das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger

In der Corona-Krise ist es sinnvoll, Infektionsschutz- und Quarantäne-Regeln regional festzulegen, um dem Geschehen vor Ort gerecht zu werden. Doch wenn diese Vorschriften dazu führen, dass jeweils Einwohner anderer Bundesländer betroffen sind und die Bestimmungen für sie dann auch noch in den 16 Ländern unterschiedlich sind, ist das nicht sinnvoll. Das ist Chaos. So geschehen beim Umgang mit Einwohnern oder Rückreisenden aus inländischen Risikogebieten.

In einigen Ländern gilt die Bundesrepublik nicht als Gefahrenzone, andere halten sich an die gängige Grenze von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen oder nehmen eine eigene Einstufung vor. Mal gibt es Quarantänepflichten, mal ein Beherbergungsverbot. Absurd geht Schleswig-Holstein vor, unmittelbar aneinander grenzende Berliner Stadtbezirke einzeln zu bewerten. Die Verantwortlichen sollten nach Berlin fahren, um zu begreifen, wie eine Großstadt funktioniert.

Die Bundesregierung muss das Durcheinander beenden. Nötig ist ein bundesweit einheitliches Vorgehen mit nachvollziehbaren Regeln. Sonst macht sich die Politik lächerlich und läuft Gefahr, beim Kampf gegen die Pandemie auch die Bürgerinnen und Bürger zu verlieren, die alle Sicherheitsvorschriften mittragen.

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