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Bedrohte Bildung

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Der dramatische Mangel an Lehrkräften von bis zu 80 000 bis 2030 wird es zudem vielerorts nahezu unmöglich machen, verschiedene Versprechen einzulösen – wie etwa personalintensive Integration oder Ganztagsschulen.
Der dramatische Mangel an Lehrkräften von bis zu 80 000 bis 2030 wird es zudem vielerorts nahezu unmöglich machen, Versprechen der Bildungspolitik einzulösen. © Marcel Kusch/dpa

Im Bildungsmonitor schneiden nicht nur viele Schulen schlecht ab, die Ergebnisse sind auch ein Armutszeugnis für Ministerinnen und Minister. Ein Kommentar.

Der Bildungsmonitor offenbart wie andere Studien zuvor nicht nur eklatante Schwächen des Bildungssystems, sondern zwingt die Verantwortlichen in den Bildungsministerien dazu, endlich Antworten für die Herausforderungen zu geben. Wenn Schulen hierzulande nicht alle Schülerinnen und Schüler angemessen fördern und die Corona-Hilfen vielerorts verpufften, dann ist das mehr als ein Alarmsignal.

Der dramatische Mangel an Lehrkräften von bis zu 80 000 bis 2030 wird es zudem vielerorts nahezu unmöglich machen, verschiedene Versprechen einzulösen – wie etwa personalintensive Integration oder Ganztagsschulen. An vielen Lehranstalten wird es sogar schwierig werden, die Mindestanforderungen zu erfüllen, wenn fehlendes Personal sie etwa dazu zwingt, die Klassengröße zu erhöhen, um überhaupt alle Kinder und Jugendlichen unterrichten zu können. Weitere Leistungseinbußen sind programmiert. Zudem drohen vor allem Jungen und Mädchen aus bildungsfernen Haushalten noch weiter abgehängt zu werden, obwohl in Zeiten des Fachkräftemangels alle gebraucht werden.

Die Verantwortlichen werden sich mehr einfallen lassen müssen, als mit Quereinsteigern die Lücken zu füllen oder die Einstiegshürden für den Schuldienst massiv abzusenken wie Brandenburg.

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