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Autogipfel: Der Zukunftsfonds ist keine Subvention

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Von: Wolfgang Mulke

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Der Zukunftsfonds für die Automobilindustrie ist keine Subvention für eine fettleibige Branche, sondern eine wichtige Investition. Ein Kommentar.

Eine Milliarde Euro pumpt die Bundesregierung in den Umbau der Automobilwirtschaft. Der „Zukunftsfonds Automobilindustrie“ soll den Unternehmen beim Sprung ins Zeitalter der Elektromobilität helfen. Angesichts der Milliardengewinne der großen Hersteller stellt sich die Frage, ob diese Hilfestellung sein muss. Sie muss. Denn die Branche besteht nicht nur aus internationalen Konzernen, sondern auch aus vielen kleineren Zulieferern. Diese Firmen sind in ihrer Region oft wichtige Arbeitgeber und Steuerzahler, stellen aber Produkte her, die bei E-Autos nicht mehr in dieser Form benötigt werden. Sie sind auch der wichtigste Adressat des Fonds.

Vereinfacht gesagt ist es besser, den Erhalt von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung zu fördern als Arbeitslosigkeit und strukturschwache Regionen. Der Umstieg auf saubere Antriebe wird traditionelle Jobs kosten und andere Berufsbilder hervorbringen. Eine Alternative wäre ein „Weiter so“ mit herkömmlichen Antrieben. Wer daran noch hängt, verkennt, dass die Politik längst die Entscheidung pro E-Mobilität getroffen hat. Da ist es besser, sich dieser Herausforderung schnell zu stellen. Deshalb ist der Zukunftsfonds weniger eine Subvention für eine fettleibige Branche als vielmehr eine Investition in eine zukunftsfähige Wirtschaft.

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