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Düstere Corona-Prognosen: Der Politik fehlt es an Aufmerksamkeit

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Von: Michael Bayer

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Warnt vor einer Corona-Welle im Herbst und Winter: Virologe Christian Drosten erwartet die kommenden Wochen steigende Infektionszahlen. (Archivbild)
Warnt vor einer Corona-Welle im Herbst und Winter: Virologe Christian Drosten erwartet die kommenden Wochen steigende Infektionszahlen. (Archivbild) © Reiner Zensen/Imago

Im Zuge der Bundestagswahl scheint die Corona-Pandemie fast wie vergessen. Dabei sehen die Prognosen für den Winter düster aus.

Frankfurt – Das Coronavirus macht derzeit kaum Schlagzeilen. Die Bundestagswahl zieht einen Großteil der Aufmerksamkeit auf sich. Und die Kennzahlen, mit denen wir die Infektionslage messen, sind nach einem kurzen Anstieg zum Schulbeginn stabil. Können wir uns also beruhigt zurücklehnen?

Der Virologe Christian Drosten warnt davor. Bereits im Oktober sehe er eine Herbst- und Winterwelle. Das deckt sich leider genau mit langfristigen Prognosen des Robert-Koch-Instituts, die von einem beschleunigten Anstieg vom kommenden Monat an ausgehen und von einem Höhepunkt im Januar oder Februar.

Keine guten Entwicklungen im Kampf gegen das Corona-Virus

Dass wir mit einer höheren Impfquote gegenhalten müssen, ist zwar keine Schlagzeile mehr wert, aber immer noch richtig. Doch leider stehen die Bedingungen derzeit schlecht, dafür laut und kreativ zu werben. Zur fehlenden Aufmerksamkeit für Corona kommt, dass die Politik derzeit mit sich selbst beschäftigt ist. Und vor Ort gilt die Kraft der Gesundheitsbehörden sogar eher dem Abbau der Impfzentren. Keine gute Entwicklung.

Da in Berlin derzeit doch ohnehin viele miteinander reden – vielleicht könnten die Parteien dabei gleich eine Corona-Taskforce besprechen für die Zeit, bis die neue Regierung steht. Denn im Kampf gegen die Pandemie haben wir keinen Tag zu verlieren. (Michael Bayer)

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