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Argumente gehen aus

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Die Ukraine will mehr als die Mehrfachraketenwerfer Mars II.
Die Ukraine will mehr als die Mehrfachraketenwerfer Mars II. © Sebastian Gollnow/dpa

Die weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine wird den Druck auf die Bundesregierung nicht mindern, Kiews Wunsch nach Kampfpanzern zu erfüllen

Die zwei weiteren Mehrfachraketenwerfer Mars II und die gepanzerten Fahrzeuge vom Typ Dingo werden die Debatte über Waffenlieferungen nicht beenden. Denn die Ukraine wird nicht müde, Kampfpanzer zu fordern, um die Offensive gegen die russische Armee, die Befreiung besetzter Gebiete und der dort notleidenden Menschen erfolgreich fortzusetzen. Liefern Deutschland und die anderen Alliierten nicht genügend, droht Kiew die militärische Initiative zu verlieren, kann der Autokrat Wladimir Putin seine Armee neu aufstellen.

Außerdem gehen dem zögernden Kanzler Olaf Scholz und seiner SPD die Argumente aus. Die USA haben nichts gegen einen deutschen Alleingang. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hält eine ukrainische Niederlage für gefährlicher als unzureichend gefüllte Nato-Waffenlager. Und Kampfpanzer haben keine größere Feuerkraft als andere bereits gelieferten Waffen. Eine rote Linie dürfte also nicht überschritten werden.

Zu guter letzt sieht selbst UN-Generalsekretär António Guterres nach einem Gespräch mit Putin keine Chance mehr auf baldige Friedensverhandlungen zwischen Moskau und Kiew. Das lässt nur den bitteren Schluss zu: Putin wird erst an den Verhandlungstisch zurückkehren wenn er einsieht, dass er den Krieg nicht gewinnen kann. Bericht S. 5

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