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Arbeitsmarkt: Kein Klima für Wandel

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Von: Stephan Hebel

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In Deutschland gibt es mehr Geringverdienende als in vielen anderen EU-Staaten. Das behindert auch die ökologische Wende. Ein Kommentar.

Es gibt Statistiken, in denen Deutschland ganz weit hinten am besten aufgehoben wäre. Etwa wenn es darum geht, wie viele Beschäftigte zu Niedriglöhnen arbeiten müssen. Wer hier am wenigsten zu bieten hat, muss in der Wirtschafts- und Sozialpolitik etwas richtig gemacht haben.

Aber leider schafft es eine der weltweit stärksten Volkswirtschaften hier nicht auf die hinteren Plätze: 18,7 Prozent der Beschäftigten (Auszubildende ausgenommen) erhalten bei uns nach gängiger Definition einen Niedriglohn. Im europäischen Durchschnitt sind es 15,3 Prozent, zu den Besten gehören Schweden mit 3,6 oder auch Portugal mit vier Prozent – nach Angaben der Bundesregierung, wohlgemerkt.

Klimaschutz: Keine ökologische Wende ohne soziale Wende

Gerade diskutiert alle Welt über Klimaschutz, und es spricht sich herum: Ohne eine soziale Wende wird es auch keine ökologische geben. Wer die viel zu vielen Geringverdienenden für höhere Energiepreise nicht besonders entschädigt, muss sich über mangelnde Unterstützung nicht wundern. Wer keinen höheren Mindestlohn will, auch nicht. Suchen Sie mal in den Programmen von CDU/CSU und FDP.

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