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Was hinter dem Angriff auf die BBC steckt

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Von: Andreas Schwarzkopf

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Zentrale des Fernseh und Radiosender BBC
Die Zentrale des öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsenders BBC in London. © imageBROKER/Stefan Kiefer/Imago

Wenn Kulturministerin Dorries dem britischen Sender die Beitragsgebühren streichen will, will sie damit nicht nur vom unter politischen Druck geratenen Premier Johnson ablenken. Ein Kommentar.

Es ist mehr als ein Ablenkungsmanöver der Regierung Boris Johnson, wenn Kulturministerin Nadine Dorries dem britischen Sender BBC die Beitragsgebühren streichen und staatliche Subventionen einfrieren will. Es geht dabei nicht nur darum, den wegen der Partygate-Affäre unter politischen Druck geratenen Premier Johnson aus den Schlagzeilen zu bekommen. Die Konservativen haben schon seit langem dem liberalen Riesen den Kampf angesagt - nicht nur wegen der vielen kritischen Berichte über den Brexit und dessen teils dramatische Folgen.

Wird das Vorhaben nicht gestoppt, verlieren nicht nur Tausende in dem Sender ihre Arbeitsplätze. Vielmehr würde die von Rupert Murdoch und anderen nach rechts gerückte britische Medienlandschaft ein wichtiges Gegengewicht verlieren.

Kulturministerin Nadine Dorries.
Kulturministerin Nadine Dorries. © dpa

Die Opposition von Labour und Liberalen muss nun mit anderen Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft verhindern, dass die Tories die BBC kommerzialisieren oder gar zerschlagen und so die britische Medienlandschaft nach US-amerikanischem Vorbild formen.

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