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Am Abgrund

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Von: Jan Sternberg

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Die AfD ist als gesamtdeutsche Partei am Ende, egal wie das Kölner Urteil über eine mögliche Beobachtung durch den Verfassungsschutz lautet

Die sogenannte Alternative für Deutschland steckt bundesweit als politische Kraft in einer existenziellen Krise. Das Kölner Urteil, ganz gleich wie es ausfällt, wird daran nur wenig ändern. Westdeutsche Führungskräfte der Partei befürchten einen Exodus der Qualität. Bürgerliche Konservative, mit denen sich die AfD so gerne schmückt, würden nach einer möglichen Beobachtung durch den Verfassungsschutz nichts mehr mit der Partei zu tun haben wollen. Doch wer sich zur AfD bekennt, fühlt sich in der rechten Schmuddelecke wohl. Entweder, weil er dort ohnehin seine ideologische Heimat hat, oder aus Trotz gegen die wahre Mitte der Gesellschaft.

Die AfD ist als gesamtdeutsche Partei am Ende. Das Anbiedern an Corona-Maßnahmen-Gegner hat der Partei kaum nennenswert zusätzlichen Zuspruch gebracht. Von der Nähe zu Putin will man sich in den Ost-Verbänden bis hinauf zu Parteichef Chrupalla auch im Angriffskrieg nicht distanzieren. Von der durch den Ukraine-Krieg eskalierenden Sprit- und Energiekrise kann die AfD bislang auch nicht profitieren.

Bericht S. 7

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