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Kardinal Rainer Maria Woelki (l) hat Weihbischof Dominikus Schwaderlapp aus seinem Amt enthoben.
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Kardinal Rainer Maria Woelki (l) hat Weihbischof Dominikus Schwaderlapp aus seinem Amt enthoben.

Katholische Kirche und Missbrauch

Alles ans Licht

  • Tobias Schwab
    vonTobias Schwab
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Nach den Amtsenthebungen im Bistum Köln durch Kardinal Woelki als Reaktion auf die schwer belastenden Ergebnisse des Gutachtens zum Missbrauch müssen weitere Schritte folgen.

Das Kölner Gutachten zum Umgang mit Missbrauchsvorwürfen liegt auf dem Tisch und Kardinal Woelki enthebt postwendend Weihbischof Dominik Schwaderlapp sowie den Chef des Bistums-Gerichts ihrer Ämter. Zwei Kirchenmänner, denen schwerwiegende Pflichtverletzungen vorgeworfen werden. Das ist ein erster Schritt – mehr nicht.

Ein zweiter müsste schnell folgen: Auch wenn Woelki selbst laut Gutachten keine kirchenrechtlichen Vorwürfe treffen, trägt der Kirchenfürst Verantwortung für den katastrophalen Vertrauensverlust, den die Kirche erlitten hat.

Ein bislang nicht veröffentlichtes erstes Gutachten, der beschämende Umgang mit dem Beirat der Betroffenen und eigenes fragwürdiges Verhalten im Zusammenhang mit einem Missbrauchsfall – all das führt dazu, dass sich selbst viele Kleriker mit Entsetzen von ihrem Kardinal abwenden und die Gläubigen in Scharen aus der Kirche austreten. Woelki selbst sollte seinen Kardinalshut nehmen und den Weg für einen Neuanfang im Bistum freimachen.

Zur Aufarbeitung des Missbrauchs in der katholischen Kirche braucht es darüber hinaus viel mehr als ein juristisches Gutachten. Der Staat darf es der Kirche nicht allein überlassen und muss eine unabhängige Kommission einrichten, damit endlich alles ans Licht kommt.

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