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Achtung, Spaltung

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Von: Joachim Wille

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Nicht verlängerte AKW-Laufzeiten oder gar neue Atomkraftwerke helfen, nur ein solares, auf Effizienz getrimmtes Energiesystem hat Zukunft

Die Kernspaltung setzt gewaltige Energien frei. In Atomreaktoren – und in der Politik. Die Grünen führen das gerade vor. Ihr Ex-Umweltminister Jürgen Trittin, der nach 2000 den ersten Atomausstieg verantwortete, teilte kräftig gegen Parteifreunde aus, die sich einen AKW-„Streckbetrieb“ vorstellen können. Darunter auch Bundestagsvize Katrin Göring-Eckardt, die wiederum anderen Parteien vorwirft, nur über eine Laufzeitverlängerung zu diskutieren, um den Grünen „eins reinzuwürgen“.

Mal im Ernst: Es darf in der Atomfrage weder darum gehen, nur eisern die reine (alte) Linie zu bewahren, noch parteipolitische Geländegewinne zu machen. Es muss um die Fakten gehen. Und da die drei Rest-AKW aus mehreren Gründen nur wenig Gas einsparen können, kommt es alleine darauf an, ob auch ohne sie im nächsten Winter das Stromsystem stabil gehalten werden kann. Und das wird der „Stresstest“ zeigen.

Der Druck aus anderen Ländern wie Frankreich, die Berlin drängen, die drei Meiler noch viel länger am Netz zu lassen, darf uns nicht beeindrucken. Und auch andere Staaten wie die Niederlande, Großbritannien und die USA, in denen sich die Atomlobby durchgesetzt hat und die neue, teure AKW bauen wollen, sind kein Modell für uns. Nur ein solares, auf Effizienz getrimmtes Energiesystem hat Zukunft.

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