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Jens Spahn: Mit Fehlentscheidungen hauptverantwortlich für das Corona-Debakel

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Von: Thomas Kaspar

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Gut, dass Jens Spahn als Gesundheitsminister endlich abgelöst wird. Die Hinterlassenschaften seiner Regierungszeit werden uns aber noch länger verfolgen. Ein Kommentar.

Es ist unklar, was gerade schmerzhafter ist: Noch nicht zu wissen, wer künftig das Gesundheitsministerium leitet. Oder zu rekapitulieren, wer dieses wichtige Amt in den vergangenen Jahren versucht hat auszufüllen. Jens Spahn hat sich gestern verabschiedet. Selten war der Abstand zwischen inszenierter Selbstwahrnehmung und realen Ergebnissen größer.

Es war etwa nur der mehrfachen persönlichen Intervention von Kanzlerin Angela Merkel zu verdanken, dass Deutschland zu Beginn der Pandemie entschlossen gehandelt hat. In der Folge hat der schlingernde Spahn so viele Fehlentscheidungen getroffen, dass er einer der Hauptverantwortlichen für das derzeitige Corona-Debakel ist.

Jens Spahn am Freitag.
Jens Spahn am Freitag. © Odd Andersen/afp

Typisch Spahn: Wider besseren Rat von Fachleuten

Er wolle die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorantreiben, verkündete er zu Beginn seines Amtsantritts. Seine elektronische Patientenakte ist hochumstritten. Als Abschiedsgeschenk hinterlässt er das elektronische Rezept. Typisch Spahn: Alle Fachleute warnen davor, er zieht es wider besseren Rat durch.

NameJens Spahn
PositionBundesminister für Gesundheit
ParteiCDU
Alter41 Jahre (16. Mai 1980)
GeburtsortAhaus, NRW

In der Testphase wurde das System weder von Ärzteschaft, Apotheken noch Patient:innen angenommen. Ohne Erprobung wird es am 3, Januar dennoch deutschlandweit ausgerollt. Gut, dass Spahn endlich abgelöst wird. An den Folgen seiner Regierungszeit werden wir noch länger leiden. (Thomas Kaspar)

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