1. Startseite
  2. Meinung
  3. Kommentare

Abkommen umsetzen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Andreas Schwarzkopf

Kommentare

Hier ernten Landwirte des Betriebs „Voznesenka-Agro“ auf einem Weizenfeld in der Region Saporischschja.
Noch ist nicht gesichert, ob das Getreide auch ankommt. Hier ernten Landwirte des Betriebs „Voznesenka-Agro“ auf einem Weizenfeld in der Region Saporischschja. © dpa

Damit Weizen aus der Ukraine exportiert werden kann, muss das Putin-Regime sich auch an die Vereinbarung halten, damit die weltweit benötigte Nahrung das überfallene Land auch verlassen kann

Über das Abkommen zum Abtransport des Weizens aus der Ukraine kann man sich erst freuen, wenn das Putin-Regime sich daran hält und es zulässt, dass die weltweit dringend benötigte Nahrung tatsächlich das überfallene Land verlässt. Leider hat Moskau viel zu oft etwa vereinbarte Korridore nicht zugelassen, durch die Zivilistinnen und Zivilisten belagerte ukrainische Städte hätten verlassen sollen.

Hoffen lässt allerdings, dass die Kriegsparteien mit Hilfe der Vereinten Nationen und des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nach wochenlangen Gesprächen einen Plan ausgearbeitet haben, der die Bedenken beider Seiten berücksichtigt. Russland darf dann wohl trotz der Sanktionen für Transportmittel zudem den eigenen Weizen außer Landes bringen.

Sollte also gelingen, was bislang durch die russische Blockade unmöglich war, dann muss man sich nicht beim russischen Autokraten bedanken. Ohne den völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg in der Ukraine wäre die Not nicht entstanden.

Die weltweite Hungerkrise wird durch die ersehnten Lieferungen von Weizen allerdings nur gelindert, nicht beendet. Die Folgen des Krieges haben die Not lediglich verschärft. Die internationale Gemeinschaft muss viel mehr tun, damit alle satt werden.

Auch interessant

Kommentare