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Wenige Wochen vor der Wahl liegen die größten Parteien recht dicht beieinander.
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Wenige Wochen vor der Wahl liegen die größten Parteien recht dicht beieinander.

Bundestagswahl

Union steckt im Umfragetief fest

  • Tobias Peter
    VonTobias Peter
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CSU-Chef Söder will die Warnung vor einem Linksruck in den Mittelpunkt des Wahlkampfs rücken – und wirft SPD-Kanzlerkandidat Scholz „Erbschleicherei“ vor.

Das Umfragetief der Union hat sich verstetigt, für die SPD hat sich der Aufwärtstrend bestätigt: Vier Wochen vor der Bundestagswahl kamen die Sozialdemokraten mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz in einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa bei der Sonntagsfrage mit 24 Prozent auf den ersten Platz – ein Plus von zwei Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche.

Die Union mit ihrem Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU) verlor einen Punkt und kam auf 21 Prozent. Das ist der niedrigste Wert, den das Institut in der Sonntagsfrage bislang für CDU und CSU gemessen hat. Die Grünen lagen in der Umfrage unverändert bei 17, die FDP bei 13 Prozent. Die AfD kam auf 11 Prozent und verlor – wie auch die Linke, die jetzt bei 6 Prozent liegt – einen Prozentpunkt.

Eine Forsa-Umfrage sah die SPD ebenfalls vor der Union, im ZDF-Politbarometer lagen SPD und Union gleichauf. Die Sozialdemokraten hatten über viele Monate bei etwa 15 Prozent gelegen. Viele hatten ihnen keine Aufholjagd mehr zugetraut. Doch nach zahlreichen Pannen im Wahlkampf von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und Unions-Kandidat Laschet übertrugen sich die guten persönlichen Werte von Scholz auch auf die Partei.

CSU-Chef Markus Söder warnte eindringlich vor einem Machtverlust der Union und erhöhte damit den Druck auf Kanzlerkandidat Armin Laschet. „Wir müssen alles tun, um einen historischen Linksrutsch in Deutschland zu verhindern, sagte er der „Bild am Sonntag“. „Noch nie war die Gefahr so groß, dass ein Linksbündnis die Macht übernimmt.“ Mittlerweile komme es darauf an, dass die Union überhaupt noch vor SPD und Grünen liege. Laschet und Söder hatten sich einen harten Wettbewerb um die Unions-Kanzlerkandidatur geliefert. Laschet als Chef der größeren Schwesterpartei setzte sich durch, Söder fiel hinterher immer wieder durch kritische Anmerkungen zum Wahlkampf auf.

In der ARD warf Söder SPD-Kandidat Scholz „Erbschleicherei“ vor. Es sei schon seltsam, dass Scholz sich als Nachfolger von Merkel inszeniere, obwohl dies so nicht stimme. Laschet wiederum zeigte sich kämpferisch. Er wolle deutlich machen, für was die Union stehe und wo die Unterschiede sind zu Rot-Grün seien, sagte der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Samstag beim Bundesdelegiertentag der Frauen Union der CDU.

Doch auch bei den persönlichen Umfragewerten der Kanzlerkandidaten sah es für die Union schlecht aus: Bei einer Direktwahl des Regierungschefs, die es in Deutschland nicht gibt, würden laut Insa nur noch 10 Prozent für Laschet stimmen. Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock käme auf 14 Prozent. Scholz liegt hier mit mehr als 30 Prozent weit vorn. Laut „Welt“ will Laschet der CDU-Spitze an diesem Montag einen Plan vorlegen, welche Themen die Union im Wahlkampfendspurt setzen wolle. Der Plan soll mit Söder abgestimmt sein.

Demnach wollen CDU und CSU Mitte September gemeinsam ein 100-Tage-Programm für eine neue Bundesregierung unter Unions-Führung vorstellen. Dabei soll es nicht zuletzt um die Themen Industriepolitik und Klimaneutralität sowie die Digitalisierung gehen.

Die Union setzte angesichts der schlechten Umfragewerte auf das erste Fernsehtriell zwischen den Kanzlerkandidat:innen am Sonntagsabend. Auch die Grünen wollten dort mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wieder in die Offensive kommen. Sie hatten nach der Bekanntgabe von Baerbocks Kandidatur mit Werten von bis zu 28 Prozent zeitweise sogar die CDU/CSU überholt, waren danach aber wieder zurückgefallen.

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