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FDP-Parteichef Christian Lindner im September auf dem Römerberg.
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FDP-Parteichef Christian Lindner im September auf dem Römerberg.

Römerbriefe

Römerbriefe: Lockdown mit der FDP

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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Die Liberalen sagen eine Feier ab – andere Parteien könnten mit Alternativveranstaltungen einspringen. Die FR-Kolumne aus dem Frankfurter Römer.

Leppert: Ich hätte dieses Mal die vegetarische Alternative gegessen.

Busch: Ernsthaft? Nicht die Gans?

Leppert: Oh Mann, was glaubst denn Du? Natürlich hätte ich die Gans genommen.

Busch: Jetzt dachte ich schon, Du hättest alle Deine Grundsätze über Bord geworfen.

Eigentlich wären wir gestern Abend bei einem Essen der FDP gewesen, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Konjunktiv, daher ahnen Sie schon: Das Essen hat nicht stattgefunden. Coronabedingt wurde es abgesagt. Dieses Essen hat Tradition, jedes Jahr lädt die FDP die kommunalpolitischen Berichterstatter:innen im November in ein Restaurant zum Gänseessen ein. (Ja, es gibt wirklich eine vegetarische Alternative.) Bei diesem Essen führen wir wichtige Hintergrundgespräche. Über Dinge, die eben so im Römer vor sich gehen. Dieses Jahr wäre es besonders interessant gewesen: Die FDP ist neu in der Koalition, die Fraktion hat viele neue Mitglieder, die wir hätten kennenlernen können.

Aber es ist natürlich verständlich und vernünftig, bei steigenden Infektionszahlen ein solches Zusammentreffen abzusagen. Keine Frage. Ein bisschen haben wir uns aber doch gewundert, dass eine solche Absage ausgerechnet von der FDP kommt. Schließlich hatten wir sehr aufmerksam zugehört, als Bundesparteichef Christian Lindner auf dem Römerberg im September ganz energisch etwa eine Trillion Mal wiederholte, dass es keinen Lockdown und keine Freiheitsbeschränkungen mehr geben dürfe.

Aber Politiker:innen müssen ja auch nicht immer alles machen, was die Parteilinie so vorschreibt. Und die anderen Parteien hätten sicher Alternativveranstaltungen zu bieten, bei denen auch Parteiprogramme mal über Bord geworfen werden, Grundsätze und Überzeugungen keine Rolle spielen. Wir hätten da ein paar Ideen für ein paar Alternativfeiern:

Die Grünen laden ein unter dem Motto „Ich will Spaß, ich geb Gas“. Es wird eine lustige Party auf dem Hockenheimring. Alle dürfen ins Formel-1-Auto steigen und eine Runde drehen. Bedingung: Es muss mehr als 130 Stundenkilometer gefahren werden.

Von der CDU kommt die Einladung zu einer Outdoor-Veranstaltung am Main. Damit alle genügend Abstand einhalten können, wird extra der Mainkai gesperrt. Für mehrere Tage, damit in Etappen auch wirklich jeder und jede kommen kann. Tonnenschwere Bäume werden zur Absperrung und Verschönerung aufgestellt. Ordnungsdezernentin Annette Rinn (FDP) ist sauer, dass sie zur Jahrhundertfeier nicht eingeladen war und lässt die Bäume nicht wieder abholen.

Der SPD-Fraktionsvorstand lädt in einen angesagten Club ein. Doch die Türsteher weisen ihn ab. Kein Eintritt mit Durchschnittsalter über 45 Jahren.

Nico Wehnemann (Die Partei) und Tilo Schwichtenberg (Gartenpartei) laden zu einer öffentlichen Versöhnungsfeier ein. Seite an Seite graben sie mit den Gästen einen Acker um, setzen Bäume und bauen einen Stall. Für einen Ponyhof.

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