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Mit der Eintracht zu werben lohnt sich.
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Mit der Eintracht zu werben lohnt sich.

RÖMERBRIEFE

Alles für die Eintracht

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Linke, „Partei“ und Grüne werben mit dem Fußball-Bundesligisten. Die anderen Parteien müssen nachziehen. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Busch: Was glaubst du, welches Thema wird die Kommunalwahl entscheiden?

Leppert: Die Eintracht.

Busch: Die Eintracht? Ich dachte eher an bezahlbaren Wohnraum.

Leppert: Nein, entscheidend wird sein, ob die Eintracht am Wahltag noch Chancen auf einen Platz in der Champions League hat…

Im Herzen von Europa liegt mein Frankfurt am Main… Entschuldigen Sie, liebe Freundinnen und Freunde, dass wir diesen Text mit dem Vereinslied von Eintracht Frankfurt beginnen. Aber unser Fußball-Bundesligist gewinnt halt ständig. Über so einen Verein spricht und schreibt man gerne.

Die Linke zum Beispiel wirbt im Wahlkampf mit dem Slogan: „Frieden und Eintracht“. Und was sagen die Grünen dazu: „Abschreiber. Pfeffernase, morgen kommt der Osterhase.“ Weil nämlich, der Omid Nouripour, der im Bundestag sitzt und womöglich bald Außenminister wird, wirbt seit jeher mit dem Spruch: „Für Frieden und Eintracht international.“ Man beachte das Wort „international“. Das kann zum einen heißen: Frieden und Eintracht auf der ganzen Welt. Oder: Eintracht in der Champions League. Oder beides. Das fänden wir am besten.

Die Partei „Die Partei“ will sogar einen Feiertag einführen. Den 19. Mai, denn da wurde die Eintracht Pokalsieger. Merken Sie etwas: Die anderen Parteien verpassen eine Chance, wenn sie nicht mit der Eintracht um Stimmen werben. Aber keine Sorge, liebe CDUSPDFDPundsoweiter, Ihre Römerbriefe sind wie immer für Sie da. Hier kommen unsere Vorschläge, wie sich die Eintracht noch gut in den Wahlkampf integrieren lässt.

CDU: Parteichef Jan Schneider versteht von Fußball nichts. Dennoch sollte die Partei den Sportpark Oberrad, der entsteht, wenn die Europäische Schule an die Mainwasen zieht, viel stärker bewerben. Etwa: „Hier kicken die Eintracht-Stars 2035.“ Oder: „Der neue André Silva – zu bewundern im Sportpark Oberrad.“

SPD: Parteichef Mike Josef ist ein echter Fan. Und er ist überzeugt von der europäischen Idee. Deshalb kündigt die SPD an, zur Fußball-Europameisterschaft ganz viele Fan-Utensilien der Eintracht zu verschenken. Klar kommt da die Nachfrage: Aber die Eintracht spielt bei der Europameisterschaft doch gar nicht mit. Das kontert Josef locker: „Na und, ich werde im Stadtparlament ja auch nicht mitspielen und stehe trotzdem ganz oben auf dem Wahlzettel.“

FDP: Die Freidemokraten können doch bestens mit dem Wort „einträchtig“ spielen. Etwa auf dem Wahlplakat zur Verkehrspolitik. Der Slogan: „Einträchtig nebeneinander.“ Darunter auf dem Bild zwei SUV-Panzer, links und rechts, und in der Mitte eingequetscht eine Radfahrerin. Oder auch: „Einträchtig wirtschaften.“ Dazu ein Bild: Links ein Bankvorstand, rechts ein Bankvorstand, und in der Mitte der „Eisenbahn Rainer“, der sein Spielzeug zusammenräumt, damit die Bankvorstände genügend Platz haben.

Ökolinx: Jutta Ditfurth macht auf Twitter schon seit Wochen klar, dass in dieser Pandemie die Mutationen sehr gefährlich werden können. Das ist verdienstvoll. Auch Eintracht-Fans betrifft das. Sie wollen schnellstens zurück ins Stadion, aber Ditfurth sagt, das wäre Wahnsinn. Sie twittert: „Besser Eintracht ohne Fans als Eintracht mit toten Fans – Nein zu FidK (Fans in der Krise).“

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es unter www.fr.de/roemerbriefe

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