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Audrey und Hubert.
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Die Illustrationen erinnern an Modezeichnungen.

Mode

Wir zwei beiden - so eisig ist die Stimmung gar nicht

  • Manuel Almeida Vergara
    vonManuel Almeida Vergara
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Ein neues Buch erzählt von „Audrey & Hubert“. Ohnehin bereichern viele Freundschaften die Mode. Aber sie kennt durchaus auch tragische Liebesgeschichten.

Ich habe Ihnen einen Fummel mitgebracht. Ein rotes fließendes Abendkleid. Hubert de Givenchy hat es entworfen, für Audrey Hepburn und für keine sonst. Die Zeichnung entstammt einem neuen hübschen Buch, „Audrey & Hubert – die Geschichte einer Freundschaft“, erschienen im Midas Verlag. Mit vielen Bildern und wenig Text erzählt es in herrlich naiver Kinderbuchmanier von dem Modedesigner und der Hollywoodikone, begleitet beide von der ersten Begegnung bis zur ewig währenden Verbundenheit. Und es wirft ein kleines Schlaglicht auf ein großes Thema – das der Freundschaft nämlich, die nicht nur in unsicheren Zeiten wichtig und wertvoll ist.

Vergangene Woche erst setzten sich Marina Hoermanseder und Dawid Tomaszewski im Rahmen der digitalen Berlin Fashion Week gemeinsam vor die Kamera, „Zusammenhalten: Freundschaft und Zuspruch in einer sich rasant verändernden Industrie“, so ihr Talkthema. Er ruft sie an, um Rat zu erfragen, sie fiebert bei seinen Schauen mit, im kleinen Berliner Modekosmos ist die innige Beziehung der Designerin und des Designers bekannt. Überraschen mögen solche Geschichten nur, wer an die Mär einer notorisch kaltherzigen Branche glaubt, in der eine eisige Stimmung die nächste jagt. Es gibt sie freilich, die „Teufel trägt Prada“-artigen Szenen, die ausgleichende Freundschaften nur umso wundervoller machen. Und platonische Liebesgeschichten gibt es auch auf dem internationalen Parkett zuhauf.

Donatella Versace macht Lady Gaga zu ihrem Zwilling

Azzedine Alaïa nahm einst die 16-jährige Naomi Campbell unter seine Fittiche, das Supermodel nennt den Superdesigner seit den 80ern „Papa“. Model Kate Moss und Designer John Galliano sind denkbar eng befreundet, seit beide in den 90ern zu Modestars wurden, Donatella Versace brachte Lady Gaga als ihren Zwilling auf Kampagnenbilder, die Musikerin widmete der Designerin das Lied „Donatella“. Auch die Mode selbst mögen solche Freundschaften bereichern, das zeigt nicht zuletzt „Audrey & Hubert“. Der Designer entwickelte für die Schauspielerin ein kleines Schwarzes, das die Croissant essende Hepburn in „Frühstück bei Tiffany“ zur Ikone werden ließ. Die Couturière Elsa Schiaparelli und der Surrealist Salvador Dalí arbeiteten ebenso gern zusammen, entwickelten neben einer jahrelangen Freundschaft gemeinsam das legendäre „Lobster Dinner Dress“. Und auch unabhängig vom sagenhaften Tüten-BH sind Jean Paul Gaultier und Madonna wahre Busenfreunde.

Aus den Freunden Yves Saint Laurent und Karl Lagerfeld werden Feinde

Die Mode aber kennt auch tragische Geschichten. Aus der Freundschaft Yves Saint Laurents und Karl Lagerfelds zum Beispiel wurde über die Jahrzehnte eine Feindschaft, Alexander McQueen folgte seiner 2007 verstorbenen Mäzenin und Muse Isabella Blow wenige Jahre später in den Freitod. Von solch dramatischen Geschichten ist „Audrey & Hubert“ denkbar weit entfernt. „Hubert, werden wir immer Freunde bleiben?“, fragt die Schauspielerin auf der letzten Seite. „Ja Audrey, immer“, verspricht der Couturier. Nicht nur im Buch haben die beiden Wort gehalten.

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