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„The Perfect Pants“
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„The Perfect Pants.“

Mode

Hose ohne Jogging - wie bequem darf‘s sein?

  • Manuel Almeida Vergara
    vonManuel Almeida Vergara
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Langfaserige Baumwolle und elastisches Lycra machen eine neue Hype-Hose überaus gemütlich. Aber sollte die Mode nicht auch Halt geben?

Ich habe Ihnen einen Fummel mitgebracht. Eine Hose. Und noch eine und noch eine und noch eine. Drinnen stecken ganz verschiedene Männerbeine – und immer sitzt das Teil perfekt. So zumindest will es schon sein Name: „The Perfect Pants“ heißt das Produkt des dänischen Labels Shaping New Tomorrow, eine „perfekte Hose“, die online gerade ziemlich hohe Wellen schlägt. „Wir erleben doch einen generellen Trend, demzufolge Komfort auf der Prioritätenliste weiter oben landet“, sagen die Gründer Kasper Ulrich, Christoffer Bak und Christian Aachmann – und was in den sozialen Medien passiert, bestätigt das durchaus.

Influencer und Modeblogger schwärmen von den „Perfect Pants“, so bequem ummantelt seien ihre Beine nie gewesen, behaupten sie. Und tatsächlich schmiegt sich die spezielle Mischung aus besonders langfaseriger Pima-Baumwolle und elastischem Lycra ungewöhnlich weich an den Körper an, der Stoff ist zu allen Seiten hin dehnbar. Das ist gemütlich, keine Frage. Allerdings: Es wird auch Träger geben, denen die Buxe deutlich zu gemütlich ist, war doch stets eine Idee der Mode, dem Körper Halt und Form zu geben, seine Silhouette nicht bloß möglichst sanft nachzuerzählen, sondern sie letztlich auch zu gestalten.

Es gibt sogar Modetheorien, die besagen, dass Fitness, Sport, auch Körperwahn gerade in den vergangenen Jahren nur so groß geworden seien, weil die Kleidung mit der Zeit immer weniger zur Körperformung beigetragen hat – und es der Mensch in lockeren Hosen und weiten T-Shirts dann halt selbst richten musste. Nun will natürlich niemand mehr zurück in den wattierten Wams oder gar das Fischbeinkorsett – aber muss es denn gleich so extra weich und wohlig sein? „Wir glauben fest daran, dass sich der Körper nicht der Mode anpassen sollte“, sagen die Firmengründer, „sondern dass die Mode jede Körperform umarmen soll.“ Und dafür müsse es eben gerade nicht die in den vergangenen Monaten omnipräsente Schlabberbuxe sein.

2020 aber, das Jahr der Jogginghose, war für Shaping New Tomorrow ein gutes Jahr. „Wir können uns nicht beschweren“, heißt es zumindest, weil die Hose eine schlichte Ästhetik mit der Bequemlichkeit einer klassischen Jogger paare. Gemütlich will’s zu Hause schließlich jede und jeder haben, aber auch den guten Stil bewahren wollen dabei viele, meinen Ulrich, Bak und Aachmann. „Wir glauben, dass es dir besser geht, wenn du dich gut fühlst und gleichzeitig gut aussieht“, so ihre Losung. Und da ist tatsächlich etwas dran. Für Halt und Haltung ist man dann eben doch selbst zuständig. Für die körperliche und für die geistige ohnehin. Aber das ist eine andere Geschichte, die mit Hosen nichts zu tun hat.

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