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Hauptsache, normal: Nach vier Jahren Ausnahmezustand sehen so Stilikonen aus.

Mode

Biden, Harris, Khakihosen – was von der US-Wahl bleibt

  • Manuel Almeida Vergara
    vonManuel Almeida Vergara
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Die beigefarbene Buchse eines Nachrichtensprechers ist nach der Election Night beinahe ausverkauft – was hat das bloß zu bedeuten?

Natürlich stürzen sich jetzt alle auf Kamala Harris und Jill Biden. Endlich wieder Stilvorbilder auf weltpolitischem Terrain – das freut die Modemagazine! Die gesamte Trump-Baggage hatten sie vier Jahre lang genüsslich ignoriert, selbst mit der jahrzehntelangen Tradition der First Lady auf dem „Vogue“-Cover wurde gebrochen. Jill Biden bekam indes schon vor Amtsantritt ihres Gatten eine erste Fotostrecke spendiert, Harris lobt man für ihre seriöse Garderobe. Zwei souveräne Stil-ikonen – das ist aber längst nicht alles, was der Mode von der US-Wahl bleibt.

Rund drei Wochen später stehen vor allem die Kleider der Nachrichtensprecherinnen und Newsreporter zum Diskurs. Um Anderson Coopers schmale silberne Krawatte, die am CNN-Schreibtisch so hübsch mit seinen eisblauen Augen korrespondierte, geht’s genauso wie um die frisurtechnische Wandelfähigkeit seiner Kollegin Kate Bolduan. Selbst eine Mitarbeiterin von Fox News schafft’s auf die „Election Night Best Dressed“-Listen, trotz passablem blauen Victoria-Beckham-Kleid landet Martha MacCallum aber dennoch nicht ganz vorn. Denn der erste Platz sämtlicher Listen wird von MSNBC belegt.

Steve Kornackis Khakihose schlägt Anderson Coopers silberne Krawatte

Steve Kornacki – da ist man sich ziemlich einig – hat den bleibendsten Eindruck hinterlassen. Nicht mit einem perfekt sitzenden Anzug wohlgemerkt, sondern einer schnöden Khakihose von GAP. Einen „dramatischen Anstieg unseres Online-Traffics“ habe man beim US-Hersteller verzeichnet, berichtete ein Unternehmenssprecher vor wenigen Tagen der „LA Times“. „In den ersten Tagen nach der Wahlnacht haben wir von den gerade geschnittenen Khakis in Palomino-Braun rund 90 Prozent mehr verkauft.“

Was da passiert ist, scheint ja klar: Nach vier Jahren des Trump’schen Ausnahmezustands wünschen sich die Menschen in den USA nichts sehnlicher als Normalität. Abstand und Anstand wahrende, in Zimmerlautstärke sprechende, beigefarbene Normalität. Und das verkörpert die auffällig unauffällige Khakihose wie keine zweite. Möglicherweise bäumt sich mit ihr nun der totgeglaubte „Normcore“-Trend noch einmal auf.

Mit der GAP-Hose bäumt sich der „Normcore“-Trend noch einmal auf

Nach Jahren des bewussten Verschwindens in der Masse gingen Trendforscherinnen und Trendforscher ja eigentlich von einem kommenden Mehr an Glanz und Glamour aus. Dies aber hat das neue Stilvorbild so gar nicht drauf. Selbstironisch twitterte Kornacki vor wenigen Tagen ein Foto seiner zerfledderten Wahlnacht-Krawatte, die auf der Rückseite notdürftig von Heftklammern zusammengehalten wird. „Zeit für eine neue“, findet Kornacki. Bloß nicht, finden seine vielen neuen Fans.

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