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Hilfe tut not

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Von: Alisha Mendgen

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Die Menschen in Afghanistan dürfen auf lange Sicht nicht alleingelassen werden. In ihrem Land droht eine weitere Katastrophe. Ein Kommentar.

Bevor die Taliban Kabul eroberten, war Deutschland das zweitgrößte Geberland für Entwicklungshilfe in Afghanistan; allein 2021 waren 375 Millionen Euro vorgesehen. Doch nachdem die Hauptstadt an die Islamisten gefallen war, setzte das Entwicklungsministerium die Zahlungen aus. Zu dem Zeitpunkt war das richtig. Die Situation war noch chaotischer als jetzt, niemand wusste, in welche Hände das Geld, das für Infrastrukturprojekte bestimmt war, fließen würde.

Doch die Menschen dürfen auf lange Sicht nicht alleingelassen werden. In ihrem Land droht eine weitere Katastrophe: Laut Welthungerhilfe benötigt mehr als die Hälfte der Bevölkerung Unterstützung zum Überleben. Ihre Lebensumstände müssen verbessert werden, auch wenn das Land künftig von Islamisten regiert werden sollte.

Außenminister Heiko Maas hatte den richtigen Gedanken, den Taliban unter Bedingungen Hilfszahlungen in Aussicht zu stellen: Voraussetzung sei eine Regierung, die nicht nur aus Taliban besteht, Menschen- und Frauenrechte sollten gewahrt werden. Afghanistan dürfe nicht zu einem „neuen Hort für Terrorismus“ werden, so Maas. Mithilfe dieser Forderungen sollte Berlin versuchen, Einfluss im Land zu nehmen und Menschen zu schützen.

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