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FR-Autor Joachim Wille.
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FR-Autor Joachim Wille.

ÖKO-LOGISCH

Ende der Müll-Orgie

  • Joachim Wille
    VonJoachim Wille
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L et’s Clean Up Europe“ ist ein Wahnsinns-Job. Denn die Leute schmeißen nun einmal viel weg.

Eis gehört zum Sommer. In der Waffel, im Becher – und im Plastikbehälter, wenn man sich den Stoff aus dem Supermarkt nachhause holt. Man will ja gewappnet sein, für alle Fälle. Wenn die Eislust kommt.

Natürlich ist das mit dem Einweg-Plastik nicht ideal. Von wegen Müllproblem und Rohstoff-, sprich Erdöl-Verbrauch. Denken sich viele. Deswegen nutzt man die Behälter weiter, wenn sie leer sind. Zum Aufbewahren von Essensresten im Kühlschrank zum Beispiel. Oder, um damit erneut Lebensmittel einzufrieren.

Und dann kommt der BUND. Er schreibt: „Das ist gut gemeint und praktisch gedacht, birgt jedoch Risiken.“ Denn laut dem Umweltverband bestehen die Eisverpackungen zumeist aus thermoplastischen Kunststoffen, die sich bei höheren Temperaturen außerhalb verformen. Daraus könnten sich schädliche Substanzen lösen und ins Essen gelangen, warnt er. Der Verband rät: Um auf Nummer sicher zu gehen, solle man leere Eisverpackungen nicht zur Aufbewahrung von Lebensmitteln verwenden: „Eisverpackungen gehören in den gelben Sack oder die gelbe Tonne und sollten fachgerecht recycelt werden.“

Besser ist es natürlich, es entsteht gar kein Müll. Eis in der Waffel ist in diese Hinsicht unschlagbar. Oder man macht sein Eis selber. Der BUND empfiehlt dafür dauerhaft verwendbare Eisformen mit Stil, die nur zum Einfrieren genutzt werden. Mahnt aber auch hier: Die Formen müssen für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sein. „Achten Sie auf der Rückseite auf das Glas- und Gabel-Symbol.“ Dann sei dieses Plastikprodukt garantiert unbedenklich.

Alles gut und schön. Nur, realistisch ist es nicht, dass ein nennenswerter Teil der Eisfans auf die Do-it-yourself-Methode umsteigen wird. Und auch der weitere BUND-Tip, die leeren Behälter doch alternativ zum Aufbewahren von Schrauben und anderen Kleinteilen zu verwenden, hilft auf Dauer nicht weiter. Irgendwann ist alles untergebracht, und was dann? Auf Eis verzichten?

Besser wäre es doch wohl, die Eiscreme-Fans machen den Eisherstellern Druck, damit diese die Verpackungshersteller dazu bringen, nur noch Verpackungen in Verkehr zu bringen, die für Gesundheit und Ökologie völlig unbedenklich sind. Das wird ja wohl keine Hexerei sein.

Und wenn die Verpackung dann ein paar Cent teurer ist, werden wir es schon verschmerzen.

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