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Was mag den Hund, nennen wir ihn Rocky, wohl irritiert haben?
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Was mag den Hund, nennen wir ihn Rocky, wohl irritiert haben?

Corona-Pandemie

Hundebisse, Bluetooth-Signale, Mikrochips – „Impfschäden“ sind überall

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Welche Gründe hat Hund Rocky, wenn er eine Joggerin angreift? Schlechte Laune, zu aggressiv oder hat es mit etwas anderem zu tun, gar mit Corona? Die Kolumne.

Es ist Sommer in der City, der Asphalt glüht, und die Menschen schleppen sich schwitzend von A nach B. Bei dem Wetter dürfte so manchem das rationale Denken noch schwerer fallen mit der Folge, dass sich die Hirnströme ihre Wege in ungeahnte Sphären des beginnenden Wahnsinns bahnen. Da ist es praktisch, dass sich durch die Pandemie ein breites Publikum für vielschichtige Gedankenspiele und Theorien empfänglich zeigt.

Corona: Was hat ein Hundebiss mit Impfung zu tun?

Der Messaging-Dienst Telegram – Schwurbler-Größen wie der Antisemit Attila Hildmann oder Schlagerstern Michael Wendler kamen hier zu ihrer eigentlichen Entfaltung – ist diesbezüglich ein Ort der Begegnungen. So etwa die Gruppe „Impfschäden Schweiz“, in der sich Bürger:innen über ihre Erfahrungen mit Geimpften austauschen: „Eine Kollegin an meiner Schule wurde beim Joggen von einem Hund angegriffen, recht aggressiv. (…) Sie ist Mitte 50, sicher seit drei Wochen das zweite Mal geimpft.“ Sie jogge schon immer, aber das sei ihr „noch nie“ passiert. „Von der anderen Straßenseite“ soll das Tier auf sie losgestürzt sein.

Was mag den Hund, nennen wir ihn Rocky, wohl irritiert haben? Womöglich müssen wir in die Sphäre tiefer eintauchen, um hinter das Geheimnis zu gelangen, das den Hundeangriff umgibt. „Impfschäden Schweiz“ hilft und führt ihre Follower auf eine Spur, die die ganze Tragweite der Corona-Impfdramatik offenbaren könnte.

„Uns erreichen immer wieder Meldungen aus der Gruppe, wonach bestimmte Handys in der Nähe von Geimpften Bluetooth-Signale anzeigen“, heißt es dort. Das würde tatsächlich endlich die Existenz der Bill Gateschen Mikrochips im Impfstoff bestätigen – da sollte auch die technische Problematik, wie so ein Mikrochip durch eine Spritzenkanüle passen soll, nicht weiter irritieren.

Die große Corona-Verschwörung: Geimpfte strahlen angeblich Bluetooth-Signale aus

Abgesehen davon: Wer Zweifel daran hat, dass Geimpfte Bluetooth-Signale aussenden, der teste mit einer entsprechenden Probandin im nächstgelegenen Waldstück: „Für einen echten Test müsste man mit einem Geimpften, wo man diesen Effekt vermutet, in einen abgeschirmten Raum gehen oder in die Natur, und außer einem Test-Handy nichts Elektronisches mitnehmen.“ Gute Idee, empirische Forschung hat stets zur Untermauerung einer These Erstaunliches beigetragen, und schließlich wolle man bei den Schweizer „Impfschäden“ keine Fake News verbreiten.

Die „Bluetooth-Geschichte“ ist heiß, denn immerhin habe „bestätigt“ werden können, „dass tatsächlich die Einstichstelle einiger Geimpfter magnetisch ist“. Entsprechend will man mehr wissen. Beweise? Klar, die sozialen Netzwerke sind voll von Videos, in denen sich Leute Kühlschrankmagneten aus Phantasialand auf den Oberarm pappen.

Mirkochips von Bill Gates: Mithilfe der Corona-Impfung in den Körper gespritzt

Könnte natürlich am elektromagnetische Strahlen versendenden Mikrochip von Gates liegen. Könnte sich aber auch um das Phänomen der Adhäsion handeln, also um die Tendenz, dass unterschiedliche Atome, Moleküle oder Flächen aneinander haften.

Das hätte allerdings nichts mit Magnetismus zu tun, und das Rätsel um Rocky wäre nicht gelöst. Folgt man der „Impfschäden“-Logik, ist hingegen die Sache klar, wie die Kanüle einer Corona-Spritze. Die durch den Mikrochip im Körper der Geimpften ausgesandten, elektromagnetischen Bluetooth-Strahlen haben Rockys Seele erreicht, und, die Gefahr des manipulatorischen Gegenübers erkennend, hat er zum Wohle aller das kommende Unheil abzuwenden versucht. Kann natürlich auch sein, dass Rocky einfach nur einen schlechten Tag hatte. (Katja Thorwarth)

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