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Norbert Röttgen (l.) wäre für Armin Laschets (r.) Kabinett wohl keine Option. Friedrich Merz (m.) dagegen mit Sicherheit. (Archivbild)
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Norbert Röttgen (l.) wäre für Armin Laschets (r.) Kabinett wohl keine Option. Friedrich Merz (m.) dagegen mit Sicherheit. (Archivbild)

Kolumne

Armin Laschet: Das Horrorkabinett im Fall einer Jamaika-Koalition

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Wer würde sich neben Laschet alles im Kabinett einfinden? Hier ein erster Vorschlag. Die Kolumne.

Frankfurt - Da hat Armin Laschet noch einmal Glück gehabt. Mit großer Spannung war der Auftritt von Schwarz und Grün erwartet worden, hatten sich Journalistinnen und Journalisten im Berliner Regen die Füße in den Bauch gestanden, bis die glorreichen Vier vor der Weltpresse erschienen waren.

Ein beinahe scheuer CDU-Chef war neben Annalena Baerbock, Markus Söder und Robert Habeck ans Mikrofon getreten. Die Augen demütig auf seine Gegenüber gerichtet, hatte er kurz von einer guten Atmosphäre gesprochen, um dann den Schlüsselsatz zu formulieren: „Jamaika ist möglich.“

Armin Laschets Schattenkabinett: Wieder ein Posten für Andy Scheuer

Armin Laschet ist nach der Bundestagswahl 2021 noch im Rennen, kann zumindest theoretisch immer noch Kanzler der Herzen werden. Welch ein Triumph wäre das, wenn man bedenkt, dass es Söder nur zum „Kanzlerkandidaten der Herzen“ gebracht hat. Nach all der Schmach, der Demütigung und Häme, die der gläubige Aachener als Last auf seinen Schultern trägt, haben die Grünen ihm Einlass in den Garten der Hoffnung gewährt. „Mit allen Demokraten“ wolle man reden, hieß es, obwohl die Ökopartei spätestens am Mittwoch hätte Nägel mit Köpfen machen können.

Hat sie nicht, weshalb ein kleines Gedankenspiel erlaubt sei, wer sich neben Laschet so alles im Kabinett einfinden könnte. Armin Laschet ist als Kanzler gesetzt, ebenso wäre Andreas Scheuer natürlich Verkehrsminister. Der agile Niederbayer hat noch so viel vor und will unbedingt weitermachen. Keiner wollte ihm diese Freude verwehren.

Würde Armin Laschet Christian Lindner zum Finanzminister ernennen?

Christian Lindner im Kabinett? Da passen die Klamotten

Doch was würde mit dem Finanzministerium geschehen, insbesondere angesichts der „Leichen“, die von Olaf Scholz (SPD) in der Wilhelmstraße 97 vergessen sein könnten? Sowohl Christian Lindner als auch Robert Habeck werden bereits für den Posten gehandelt, aber Schlussstrich drunter: Lindner passt von den Klamotten her einfach besser.

Bliebe für Habeck immer noch das Landwirtschaftsministerium. Da hätte er die volle Rückendeckung von Annalena Baerbock, schließlich kennt sie dessen Expertise in Sachen „Hühner, Schweine, Kühe melken“ (A. B.).

Armin Laschets Kabinett: Wolfgang Kubicki und Friedrich Merz gesetzt

Und Baerbock ist für das Justizministerium prädestiniert, obwohl das Familienministerium sie als verheiratete Mutter besonders gut kleiden würde – so hieße es vermutlich aus den Reihen der „Mitte“ einhellig. Aber immerhin kommt sie vom „Völkerrecht“ und Wolfgang Kubicki ist bereits als Gesundheitsminister gebucht.

Logisch, dass Minister für Arbeit und Soziales Friedrich Merz wäre, wo er es doch ist, der sich für die arbeitende Bevölkerung engagiert wie kein anderer – zumindest, wenn sie aus dem Sauerland kommt und den Hirschbraten auf Selbstkosten ins Ministerium liefert. Da dürfte im Subtext auch der soziale Aspekt nicht zu kurz kommen. Wirtschaftsminister wird übrigens Wolfgang Schäuble; er habe nichts dagegen, munkelt man.

Markus Söder bleibt König von Bayern

Armin Laschet hat jedoch noch einen Joker im Ärmel: seinen Staatssekretär Nathanael Liminski. Immerhin muss er es gewesen sein, der ihm stets die richtigen Schritte in schlechten Zeiten zuflüsterte. Der weiß, dass keine Henne mehr nach seinen Fehlleistungen kräht, wenn Laschet erst einmal den Zenit seiner Macht erreicht hat.

Zur Belohnung gäbe es die Vizekanzlerschaft und das Außenministerium, obwohl man hierfür sicherlich bereits bei Ursula von der Leyen angefragt hat. Die scheint sich aber wieder mehr um ihre Kinder kümmern zu wollen, dafür wäre das Bildungsministerium nebenbei ideal.

Und Markus Söder? Der bleibt König von Bayern und macht alle Grenzen dicht. Als Innenminister reicht das. (Katja Thorwarth)

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