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Juan Carlos (re.) mit Kronprinz Felipe 2006 in Madrid.
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Juan Carlos (re.) mit Kronprinz Felipe 2006 in Madrid.

Spanien König

Nur der König dankt ab

  • Harry Nutt
    VonHarry Nutt
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Für Spaniens Weg aus der Franco-Diktatur in eine europäische Demokratie ist Juan Carlos eine herausragende Schlüsselfigur, wie umstritten das Bild des Königs heute auch erscheinen mag. Auch lässt sich an seiner Geschichte studieren, wie weit die politische Integration Europas fortgeschritten ist. Ein Kommentar.

Vom Ende her betrachtet ist die Abdankung des spanischen Königs Juan Carlos eine traurige Geschichte. Ein von privaten und politischen Skandalen sowie von Krankheit geplagter Mann hat zuletzt nur noch bedingt die Kraft gefunden, das hohe Amt mit der angemessenen Würde auszufüllen. 39 Jahre sind eine lange Zeit für einen Regenten, Repräsentieren ist auch Arbeit.

Die Frage, welche Rolle Juan Carlos in der spanischen Geschichte zugeschrieben werden kann, wird nun vor allem von Historikern beantwortet werden, die dabei weit zurückgehen müssen in der Geschichte eines Landes, das über mehrere Jahre in einen blutigen Bürgerkrieg verstrickt war. Für den wechselvollen Weg Spaniens aus der Franco-Diktatur in eine europäische Demokratie ist Juan Carlos eine herausragende Schlüsselfigur, wie umstritten das Bild des Königs heute auch erscheinen mag. Darüber hinaus lässt sich an der Geschichte Juan Carlos’ studieren, wie weit die politische Integration Europas fortgeschritten ist, in deren Verlauf mehrere Diktaturen überwunden und Putschversuche vereitelt wurden.

Daran ist auch zu erinnern in einer Zeit, in der immer mehr Europäer geneigt sind, das demokratische Bündnis für kleinmütige Nationalismen aufs Spiel zu setzen. Juan Carlos dankt ab als spanischer König, aber nicht als frühe Kraft einer europäischen Modernisierung.

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