BUNDESTAG

Die Koalition und der böse Wolf

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Nach langem Streit haben sich die Regierungsparteien auf einen sinnvollen Kompromiss beim möglichen Abschuss der Vierbeiner geeinigt

Es ist wie so oft: Wenn Natur und Mensch aufeinandertreffen, ist es nicht immer zum beiderseitigen Wohl – und die zunehmende Zersiedelung der Landschaft minimiert Rückzugsräume.

Durch die Kombination aus Symbolik, toten Schafen und wirtschaftlichen Interessen hat der Wolf die Politik erreicht, mit großer Wucht. Umwelt- und Agrarpolitiker der Koalition haben sich so zerstritten, dass schließlich das Kanzleramt vermitteln musste. Nun ist nach vielen Monaten ein Kompromiss erreicht.

Die Abschussregelungen für Wölfe werden gelockert. Wenn Schafe gerissen werden, muss der verdächtige Wolf nicht mehr identifiziert werden – es gilt also eine Art Sippenhaft. Die Schadensgrenze, ab der ein Jäger einschreiten darf, wird herabgesetzt. Allerdings muss auch jeder einzelne Abschuss genehmigt werden.

Es ist ein sinnvoller Kompromiss, sofern die Genehmigung nicht zum Automatismus wird. Panik und Angst sind schlechte Ratgeber – auch im Umgang mit Wölfen.

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