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Kein nettes Klima: Ein Verkehrspolizist im Smog von Harbin in China.
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Kein nettes Klima: Ein Verkehrspolizist im Smog von Harbin in China.

Kommentar zum Klimagipfel

Klimaschutz vergeigt

  • Joachim Wille
    VonJoachim Wille
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Aufschieben, vertagen, verwässern. Das sind die Grundprinzipien der Klimagipfel. Nun muss die EU ihre frühere Rolle als Motor des Klimaschutzes wieder annehmen, um andere mitzureißen.

Der Fahrplan für den Klimazug nach Paris steht. Ende 2015 soll in Frankreichs Hauptstadt ein neues globales Anti-Treibhaus-Protokoll verabschiedet werden, das schafft, was Kyoto nicht geschafft hat: die globale Erwärmung so zu begrenzen, dass keine globale Katastrophe daraus wird. Nur leider: Bis sich der Zug in Bewegung setzt, wird es viel Stillstand geben. Zeit, die ungenutzt verstreicht. Bis Ende März 2015 sollen die Staaten ihre neuen CO2-Ziele vorlegen, hat der Warschauer Gipfel beschlossen, und auch das nur, „wenn sie dazu in der Lage sind“. Unverbindlicher geht es kaum.

Aufschieben, vertagen, verwässern. Das sind die Grundprinzipien der Klimagipfel, wie sie sich in den nun 19 Konferenzen herausgebildet haben. Natürlich wäre es viel besser, bereits 2014 Klarheit zu haben, welche CO2-Ziele die Regierungen der Industrie- und Schwellenstaaten wie China für das neue Protokoll anpeilen. Nur dann bliebe genug Zeit, um nachzubessern, sollte sich zeigen, dass damit das Zwei-Grad-Limit der Erwärmung noch überschritten würde. Warschau hat das vergeigt.

Nun muss die EU ihre frühere Rolle als Motor des Prozesses wieder annehmen, um andere mitzureißen. Bereits im Frühjahr muss sie das CO2-Ziel für 2020 anheben und das für 2030 entsprechend ambitioniert festsetzen. Und es ist der Job der künftigen Bundesregierung, dafür den Weg freizumachen.

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