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CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer erklärt die Sommerpause für gestrichen.

Union und der Klimaschutz

AKKs Baustelle

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Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Klimaschutz entdeckt. Aber wer glaubt, dass sie grundsätzlich umsteuern wird? Ein Kommentar. 

Die Klimapolitik „ist eine Baustelle für uns“, erkannte jetzt – wer? Annegret Kramp-Karrenbauer, die Chefin jener Partei, die nur seit 2005 die Politik im Lande bestimmt. Bis September soll im Adenauer-Haus alles besser werden, inhaltlich, organisatorisch, personell, versprach AKK, vielleicht nicht nur zufällig zum Start der aktuellen UN-Klimakonferenz in Bonn. Die Sommerpause sei gestrichen, betonte sie, um klarzumachen: Wir haben verstanden.

Pseudo-Klimakanzlerin Merkel

So weit, so gut. Bis zum Beweis des Gegenteils fehlt der Glaube, dass die Union ihre Konzepte in der Klimapolitik so grundlegend überarbeiten wird, wie AKK versprochen hat. Die Baustelle, auf der sich fast 14 Jahre lang unter einer Pseudo-Klimakanzlerin kaum etwas tat, lässt sich so einfach nicht reaktivieren.

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Nur einschneidende Maßnahmen können Deutschland zurück auf den CO2-Reduktionspfad bringen, der dem Pariser Weltklima-Vertrag entspricht. Ein Kohleausstieg vor 2038, eine Sanierungsoffensive im Gebäudesektor etwa. Voraussetzung wäre, die Union setzt Politik gegen Lobbyinteressen aus der Wirtschaft durch.  

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