Tierschutz

„Tierwohl“-Label: Nur ein kleiner Schritt 

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Die große Koalition hat bei der angemessenen Tierhaltung und einem nachhaltigen Insektenschutz noch einen weiten Weg vor sich. Der Kommentar.

Es müsse hierzulande wieder mehr summen und brummen. Außerdem sollen die Haltungsbedingungen von Nutztieren besser werden. Auf diese Ziele konnten sich Umweltministerin Svenja Schulze und Agrarministerin Julia Klöckner verständigen. Das ist nicht nichts. Aber es ist auch nicht genug.

Schulze und Klöckner mögen den Konsens beschwören. Bei genauerem Hinsehen ist das Ganze nichts anderes als Polit-PR. Der Streit der großen Koalition über das Glyphosat-Aus, Maßnahmen für mehr Insektenschutz und das staatliche Tierwohl-Label ist noch lange nicht ausgestanden. Der Kabinettsbeschluss ist lediglich ein Schritt nach vorn.

Die Trendumkehr bei Glyphosat und anderen Pflanzenschutzmitteln wird nur gegen erbitterten Widerstand aus der Landwirtschaft zu schaffen sein. Beim Thema Tierwohl-Kennzeichnung hat die SPD längst signalisiert, Klöckners Lösung, die auf Freiwilligkeit beruht, nicht akzeptieren zu wollen. Und es ist ja auch noch zu klären, welche Standards genau für Haltung, Transport und Schlachtung gelten soll.

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