Studie

Kinder müssen gehört werden

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Die Heranwachsenden fordern zu recht mehr Mitbestimmung. Der Kommentar.

Kinderrechte sind ein Pfeiler unserer Demokratie – Kinder brauchen aber nicht nur Schutz, Bildung und Fürsorge. Sie wollen auch mitbestimmen und gehört werden, etwa wenn es um den Klimawandel geht; denn der betrifft ihre eigene Zukunft. Das einzufordern, ist ihr gutes Recht.

Zu viele Kinder in Deutschland kennen aber ihre Rechte gar nicht oder sind sich unsicher, wie nun eine Studie zeigt. Kinderrechte beginnen also mit einer frühzeitigen Aufklärung, die die Heranwachsenden nicht selbst leisten können. Daher liegt schon von klein auf die Verantwortung bei den Eltern, später bei Betreuern und Pädagogen, die Kinder in dem Anspruch zu bestärken, dass andere sie respektieren.

Eine große Zahl von Schülern kritisiert, dass sie an Entscheidungen nicht beteiligt werden, sei es im Schulalltag oder bei der Einführung von G8, dem Abitur nach der 12. Klasse. Auch das sollten Erwachsene ernst nehmen.

Höchst alarmierend ist, dass viele Schüler gehänselt, gemobbt und ausgegrenzt werden. Viel zu lange wurden davor die Augen verschlossen. Das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung muss höchste Priorität haben. Es ist Zeit zum Handeln: Betroffene Kinder sollten die Unterstützung bekommen, die sie brauchen – damit Kinderrechte nicht nur hohle Phrasen sind. 

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