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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un gibt die Tagesordnung vor.

Korea

Kims Stundenplan

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Nordkoreas Diktator bestimmt mit einer Mischung aus Provokationen und Angeboten die Tagesordnung. Was ist die richtige Antwort: Härte oder Nachgiebigkeit?

In einer Schulklasse erhält das aggressive Kind die meiste Aufmerksamkeit und bestimmt die Atmosphäre. Genauso verhält es sich im globalen Maßstab mit Kim Jong-un: Provoziert er, regt sich die Weltgemeinschaft auf. Bietet er Gespräche an, kehrt Erleichterung ein, und Kim kann mit der Aufhebung von Sanktionen rechnen. Donald Trump kann noch so sehr mit der Größe seines Atomknopfs prahlen: Kim gibt die Tagesordnung vor.

Nach Olympia wird es darauf ankommen, nicht zu viele Zugeständnisse zu machen. Die Allianz aus USA, Südkorea und Japan muss gegen Kim hart spielen – und sollte sich von seinen freundlicheren Tönen nicht spalten lassen.

Vor allem Südkoreas Präsident Moon Jae-jin muss darauf achten, sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen. Er setzt zwar zu Recht auf Annäherung. Doch mit zu großer Nettigkeit kommt er bei einem wie Kim nicht weiter. Moon muss knallhart verhandeln und darf in keinem Punkt nachgeben. Paradoxerweise nützt hier die Prahlerei Trumps. Das ist die Sprache, die Kim versteht.

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