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Keine Zeit für Eile

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Von Sonntag an ist wieder Sommerzeit. Das sollte sich eigentlich ändern, hat die EU vor einiger Zeit beschlossen. Aber so schnell geht es in Europa nicht.

Nicht alles ist neu, überwältigend, furchteinflößend in Zeiten der Viruskrise. Manches bleibt so gewöhnlich, dass es schon langweilig wirkt. In der Nacht zum Sonntag wird um zwei Uhr die Zeit um eine Stunde auf drei Uhr vorgestellt. Dann ist – wieder – Sommerzeit. Abends ist es länger hell, morgens länger dunkel. Alles wie gehabt.

Im Sommer 2018 ließ der damalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Europäer online über ein Ende der Zeitumstellung abstimmen. 4,6 Millionen Europäer waren dafür, drei Millionen davon aus Deutschland. Das war auch ein Zeichen dafür, dass sich die Deutschen offenbar zumindest damals mit Problemen beschäftigten, die andere Europäer so nicht hatten.

Das Thema nahm dann den Weg durch die EU-Instanzen, und der ist lang und voller Stolpersteine. Heute wissen wir: Die Kommission will die Abschaffung. Das Europaparlament will sie auch. Nur die EU-Mitgliedstaaten sind sich nach wie vor nicht einig, ob künftig die Winter- oder die Sommerzeit gelten soll.

Es wird also nichts mit der eigentlich für 2021 geplanten Änderung. Ein Problem ist das nicht. In diesen Zeiten könnte man fast dankbar sein, dass es der EU bisher nicht gelingt, die Zeitumstellung abzuschaffen. Das ist auch ein Zeichen der Normalität. 

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