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Längst fordern Länder und Verbände wirksamere Lösungen gegen die Kinderarmut. Etwa die Kindergrundsicherung.

Kinderarmut

Keine Rede von Kindergrundsicherung

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Union und SPD fehlt ein Konzept gegen Kinderarmut. Dabei gibt es welche, wie die Kindergrundsicherung. Ein Kommentar.

Union und SPD wollen das Kindergeld um 25 Euro je Kind und Monat erhöhen. Das wird Kinderarmut nicht beenden. Längst fordern Länder und Verbände wirksamere Lösungen wie etwa die Kindergrundsicherung. Sie soll alle Leistungen für Familien bündeln, unabhängig vom Einkommen der Eltern.

In den Koalitionsgesprächen ist davon bisher keine Rede. Doch so wie es Koalitionsbrüche gibt, so kann es auch in die andere Richtung manchmal Überraschungen geben. Man erinnere nur an die Ehe für alle.

Dass jedes fünfte Kind – 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche – in Deutschland von Armut betroffen ist und sich hier nichts tut, ist nicht nur bitter und bedrückend. Dieser Fakt sollte zudem alarmieren und deutlich machen, dass man sich dringend ein neues Konzept überlegen sollte. Ob man es Kindergrundsicherung nennt oder ganz anders. Jedem Kind sollte ein unbürokratischer Betrag zustehen – und zwar einheitlich. Die künftige große Koalition könnte auf vorliegende Konzepte zurückgreifen - etwa das der Arbeits- und Sozialministerkonferenz.

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