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Plötzlich ist Spanien doch noch nach rechtsaußen geschwenkt.

Spanien

Keine Ausnahme

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Spanien wollte trotz Wirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit nicht nach rechts schwenken. Nun ist es doch passiert. Ein Kommentar.

Nach den Erklärungsmustern für den Aufstieg rechtsradikaler Parteien wäre Spanien längst dran gewesen: Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, Zunahme der ausländischen Bevölkerung, islamistische Terroranschläge – das alles hat Spanien durchgemacht. Und wollte nie nach rechtsaußen schwenken. Nun doch. In Andalusien ist erstmals seit dem Ende der Franco-Diktatur eine ultrarechte Partei in ein Parlament eingezogen. Sie heißt Vox. Ihr Vorbild ist der Ungar Viktor Orbán.

Der Vox-Durchbruch ist aber ein Kollateralschaden des katalanischen Unabhängigkeitsprozesses. Man konnte sowas 2017 ahnen, als nach dem rechtswidrigen Referendum am 1. Oktober im Rest des Landes spanische Flaggen aufgezogen wurden. Der schlagartig erwachte Patriotismus hat  nicht nachgelassen, die spanische Rechte hat ihn immer weiter befeuert – bis genügend Spanier davon überzeugt waren, dass die Zeit für eine rechtsnationalistische Partei gekommen ist. Die spanische Ausnahme ist vorbei. Die Separatisten haben nun den Gegner, den sie immer an die Wand gemalt hatten.

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