CO2-Bilanz

Keine aktive Klimapolitik

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Hierzulande ist im vergangenen Jahr der Ausstoß von Kohlendioxid wegen des Wetters und der EU gesunken, nicht wegen der Beschlüsse der Bundesregierung. Eine Analyse.

Wunder gibt es immer wieder. Selbst Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) zeigte sich erstaunt: Deutschland verfehlt sein Klimaziel für 2020 doch nicht so stark wie lange befürchtet. Minus 40 Prozent beim CO2-Ausstoß gegenüber 1990 sollen es sein, 35,7 waren es laut Bilanz 2019. Experten hatten nur mit 32 gerechnet.

Wundersam ist es. Es handelt sich nicht um die Folge einer aktiven Klimapolitik der Regierung. Merkel und Co. können sich bei Sonne, Wind und der EU bedanken, dass sie nicht so schlecht dastehen. Das Wetter war im letzten Jahr günstig für Solar- und Windenergie, und die angestiegenen Preise im EU-Emissionshandel ließen die Kohleverstromung sinken. Da ging der CO2-Ausstoß, der jahrelang gleich geblieben war, in den Keller.

Ein Grund, sich zurückzulehnen, ist das nicht . In den Sektoren Verkehr und Gebäude stiegen die Emissionen sogar an. Studien haben gezeigt, dass das „Klimapaket“ hier nicht ausreichen wird, um bis 2030 die angepeilten minus 55 Prozent CO2 zu erreichen. Da muss das Merkel-Kabinett einige Schippen drauflegen. Ebenso wie beim Ausbau von Solar- und Windenergie. Bisher scheint es allein darauf zu setzen, dass es 2020 noch einmal mehr Sonne und Sturm gibt. Das wird nicht gut gehen. 

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