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Anhänger von Pegida und AFD protestieren.

Pegida

Pegida und der Hass: Kein Wunder

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Die Radikalisierung vieler Demonstranten in Dresden sind erschreckend. Ein Kommentar.

Der Hass ist hier Routine. Pegida ist von der einstigen Massenbewegung auf eine sektenartige Selbstvergewisserungsgruppe geschrumpft. Wer die Entwicklung in Sachsen in den vergangenen Jahren verfolgt hat, weiß das. Die Äußerungen von einigen von ihnen sind dennoch erschreckend. Denn Pegida ist inzwischen gleichbedeutend mit der AfD. Am Hass gegen Lübcke partizipieren viele – bei weitem nicht nur in Dresden. Zwar hat die AfD-Spitze den Lübcke-Mord pflichtschuldig verurteilt, doch die Partei sendet weiter ihre Signale ins rechtsextreme Milieu.

Zeigt das eine Spaltung der Gesellschaft in ein „links-grünes“ und ein „Wutbürger“-Milieu? Diese Deutung birgt Gefahren. Sie stellt zwei Gruppen als ungefähr gleich groß, gleich legitim und gleich radikal einander gegenüber. Und sie ist hoffentlich falsch. Auf der einen Seite müssten Demokraten aller Farben stehen und auf der anderen diejenigen, die sich dauerhaft oder temporär aus der zivilen Debatte verabschieden. Gegen sie hilft weder Aggression noch Entsetzen. Gegen sie hilft nur – Zivilität.

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