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Es würde problematisch, wenn Kramp-Karrenbauer versuchen sollte, die oft rabiate und selbstherrliche Weltpolizeirolle der USA zu kopieren.

AKK und die Bundeswehr

Kein Weltpolizist

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Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer sollte eine mögliche größere internationale Verantwortung Deutschlands nicht nur regelmäßig ankündigen, sondern sie auch beschreiben und sich dabei aber nicht an der Rolle der USA orientieren.

Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Besuch von US-Außenminister Mike Pompeo genutzt, um erneut zu verkünden, dass Deutschland international künftig eine größere Rolle übernehmen will. Neu ist der Vorschlag nicht. Es ist auch richtig, über internationale Konfliktlösung nachzudenken. Es ist eine Frage der Verantwortung und auch im Interesse des Landes, weil Instabilität andernorts auch Deutschland und Europa erreicht.

Auf Kramp-Karrenbauer, die als potenzielle nächste Kanzlerin unter Beobachtung steht, wird nun der Druck lasten, diese Position nicht nur in Worte zu fassen, sondern auch umzusetzen. Es reicht dafür allerdings nicht, immer mal unabgestimmt Ideen in die Runde zu werfen. Es würde problematisch, wenn Kramp-Karrenbauer versuchen sollte, die oft rabiate und selbstherrliche Weltpolizeirolle der USA zu kopieren. Es wäre fatal, Sicherheitspolitik nur aus der Sicht einer Oberbefehlshaberin zu betrachten.

Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn eine Ministerin gestalten will. Aber Kramp-Karrenbauer sollte ihre Agenda mit Bedacht zusammenstellen.

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