Twittersperren für „Identitäre“

Kein verbaler Müll mehr

  • Daniela Vates
    vonDaniela Vates
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Twitter hat nun die Konten der rechtsextremen Gruppierung der „Identitären“ gesperrt - ein überfälliger Schritt.

Die sozialen Netzwerke tragen ihren positiven Namen in vielen Fällen zu Unrecht. Kübelweise finden sich dort Äußerungen, die die Bezeichnung „sozial“ nicht im entferntesten verdient haben. Auch üble Beschimpfungen, Gewaltfantasien und Drohungen werden verbreitet.

Die Netzwerke reagieren darauf oft mit Langsamkeit. Twitter hat nun die Konten der rechtsextremen Gruppierung der „Identitären“ gesperrt, zumindest die, die ihr deutlich zuzuordnen sind. Es ist ein überfälliger Schritt. Instagram und Facebook sind ihn schon länger gegangen.

Gegen politische Auseinandersetzungen ist nichts zu sagen. Aber wer Hass verbreitet, kann sich nicht auf Meinungsfreiheit berufen. Gewaltaufrufe und Verachtung sind keine Meinung.

Eine Twittersperre wird nicht verhindern, dass die Gruppen sich austauschen. Es gibt andere Plattformen im Netz, auf denen sie vor allem unter ihresgleichen wüten. Aber wenn auf den populären Plätzen kein verbaler Müll mehr ausgeschüttet werden kann, macht es die Verbreitung der dahinterstehenden Ideologien zumindest etwas schwerer.

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