Gerade mal 40 Prozent der Menschen mögen sich mit der Corona-App anfreunden.
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Gerade mal 40 Prozent der Menschen mögen sich mit der Corona-App anfreunden.

Corona-App

Kein Allheilmittel

  • Daniela Vates
    vonDaniela Vates
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Die Bundesregierung sollte bei der geplanten Corona-App nicht nur den Datenmissbrauch verhindern, sondern auch dafür sorgen, dass Regeln und Freiwilligkeit für alle klar sind. Der Kommentar.

Die Bundesregierung hat angekündigt, jene App für Mitte Juni fertig zu stellen, mit der via Handy gewarnt werden soll, wer sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten hat. Die Bundesregierung hat es als eines der Hilfsmittel gegen den Virus bezeichnet, solange weder Medikamente noch ein Impfstoff gefunden sind. Zum Allheilmittel überhöht werden sollte die App aber nicht. Hygienemaßnahmen wird sie nicht ersetzen. Und es gibt Fragen, die geklärt werden müssen.

Die Bundesregierung hat einiges unternommen, um Bedenken zu begegnen: Um den Datenschutz zu erhöhen, werden die App-Daten nur dezentral gespeichert. Das Programm wurde als genanntes Open-Source-Projekt entwickelt – in einer Art gemeinschaftlicher Suche nach Fehlern und Schwachstellen also.

Sie sollte andere Befürchtungen ähnlich ernst nehmen und nicht nur den Datenmissbrauch ausschließen, dass Regeln und Freiwilligkeit für alle klar sind. Sonst wird sich an der Skepsis gegenüber der App, die gerade mal 40 Prozent unterstützen, wenig ändern. Aus der App würde dann eine Fußnote der Corona-Krise.

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