Woanders gelesen

Die K-Frage entzweit

  • schließen

Die CDU streitet über die Kanzlerkandidatur.

Eine Kanzlerkandidatur von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wird in der CDU kontrovers diskutiert.

Der „Südkurier“ schreibt dazu: „Annegret Kramp-Karrenbauer hat langsam allen Grund, nervös zu werden. Ob die CDU-Chefin zur nächsten Kanzlerkandidatin der Union ausgerufen wird, weiß niemand: Die Fragezeichen werden immer größer. Deshalb können Beistandsbekundungen, wie Parteifreund Ralph Brinkhaus sie ohne Not vorbringt, ihr nur schaden. Genauso gut hätte der Unionsfraktionschef sagen können: Natürlich hat die CDU auch andere qualifizierte Kandidaten. Die Debatte um die K-Frage ist eröffnet.“

Die „Volksstimme“ meint: „Die Partner der großen Koalition sind sich doch näher als gedacht. War die SPD bei der zügigen Demontage ihres Spitzenpersonals bisher unübertroffen, schließt die Union nun rasend schnell auf. Schluss mit der Schonzeit für Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer! Armin Laschet, die Werte-Union und andere in der Union finden, dass die Saarländerin nicht zur Kanzlerkandidatin taugt. Die Debatte ist eröffnet und wird sich durch Beschwichtigungsversuche wie von Fraktionschef Ralph Brinkhaus nicht stoppen lassen. Zwei Möglichkeiten bleiben. Kramp-Karrenbauer beendet die Kakophonie, indem sie sich von den Kanzlerschafts-Ambitionen verabschiedet. Das würde auch den Rückzug vom Parteivorsitz bedeuten. Die andere Variante ist, dass die CDU-Chefin den Fehdehandschuh aufnimmt und tapfer weiterkämpft. Womöglich mit dem Resultat, dass sie vor der nächsten Bundestagswahl mit ihren Kräften am Ende ist.“

Die „Märkische Allgemeine Oderzeitung“ findet: „Richtig fragwürdig sind die Methoden, mit denen sich Kramp-Karrenbauer und die CDU gegen den Verfall der Wählergunst stemmen. Statt über die eigenen Fehler nachzudenken, nehmen sie sich die Grünen vor. Die Vorsitzende warnt vor linken Bündnissen und CDU-Generalsekretär Ziemiak hält eine Zusammenarbeit mit den Grünen für unmöglich, weil die über Enteignungen nachdenken. Und mit wem will die CDU künftig koalieren? Eine neue GroKo will niemand und sie würde ohnehin am Schrumpfen der Beteiligten scheitern. Die Parteienlandschaft verändert ihren Charakter. Bei der CDU will man das nicht wahrhaben. Dort gibt es eben doch ein ‚Weiter so‘. Das wird sich rächen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare