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Jugend als Helfer

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Von: Daniela Vates

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Die Botschaft von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und CSU-Chef Markus Söder lautete: Der Nachwuchs behindert die Modernisierung der Union.
Die Botschaft von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und CSU-Chef Markus Söder lautete: Der Nachwuchs behindert die Modernisierung der Union. © Felix Kästle / dpa

Die Unionsspitze kritisiert die Junge Union als Modernisierungsverhinderer und riskiert kurz vor der Bundestagswahl eine Trotzreaktion des politischen Nachwuchses. Ein Kommentar.

Es war eine deutliche Ansage, die sich die Junge Union von der Unionsspitze anhören musste. Die Botschaft von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und CSU-Chef Markus Söder lautete: Der Nachwuchs behindert die Modernisierung der Union. Ein riskanter Hinweis, kurz vor einem Wahljahr, in dem die Parteien die Jugendorganisationen als Helfer brauchen.

Wie mächtig eine Jugendorganisation sein kann, haben bei der SPD die Jusos vorgemacht. Nach der Bundestagswahl haben sie sich so sehr gegen eine große Koalition aufgelehnt, dass das Bündnis fast gescheitert wäre. Ohne den Druck des nun ausgeschiedenen Juso-Chefs Kevin Kühnert hätten sich Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans wohl kaum als SPD-Vorsitzende durchgesetzt. Die Junge Union würde daran vermutlich gerne anknüpfen und sich als die Organisation feiern, die Friedrich Merz den Weg an die Parteispitze geebnet hat. Bei der SPD allerdings sind dann nicht die neuen Parteichefs Kanzlerkandidaten geworden, sondern der unterlegene Olaf Scholz. Den empfehlen die Jusos nun fürs Kanzleramt.

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