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Kim Jong Un (Mitte) hat die Fäden in Nordkorea fest in der Hand.
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Kim Jong Un (Mitte) hat die Fäden in Nordkorea fest in der Hand.

Nordkorea

Kim Jong Un - jung, grausam, rätselhaft

  • VonDaniel Haufler
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Machthaber Kim Jong Un macht in Nordkorea kurzen Prozess mit seinem Onkel, dem bisher zweitmächtigsten Mann im Staat. Offenbar hat er von Stalin gelernt, wie man seine Macht ausbaut. Ein Kommentar.

Die meisten Diktatoren benötigen eine ganze Weile, bis sie ihre Konkurrenten um die Macht ausgeschaltet haben. Selbst Josef Stalin brauchte Jahre, ehe er seine Alleinherrschaft konsolidiert hatte – um dann umso grausamer seine Terrorherrschaft auszuüben.

Nordkoreas junger Diktator Kim Jong Un hat gerade formvollendet vorgeführt, dass er von Stalin viel gelernt hat. Erst ließ er seinen Onkel, den bislang zweitmächtigsten Mann des Landes, Jang Song Taek öffentlichkeitswirksam verhaften, dann seine Schuld als Verräter eingestehen und schließlich hinrichten.

Kurz darauf erschienen schon Fotos, aus denen der „Konterrevolutionär“ so ungeschickt herausretuschiert worden war wie einst Leo Trotzki und Lew Kamenew aus dem Goldstein-Foto mit Lenin als Volksredner.

Politische Säuberungen

Kim Jong Un baut mit der Ermordung Jangs konsequent seine Machtposition aus. Zuvor hatte er bereits eine Reihe einflussreicher Funktionäre abgesetzt und vermutlich umbringen lassen.

Gerüchten zufolge sollen bei Säuberungen bis zu 30.000 Menschen verhaftet worden sein. Der junge Diktator hat in nur zwei Jahren die meisten innenpolitischen Gegner beseitigt.

Die Welt stellt sich immer besorgter die Frage, was er mit all der Macht vorhat. Schließlich steht sein Land vor einem Kollaps.

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