Tarifstreit

Jetzt erst recht!

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Ryanair will’s wissen: Die Airline wehrt sich mit allen Mitteln gegen einen Tarifvertrag. Doch von Drohungen mit Jobabbau dürfen sich Angestellte und Gewerkschaften nicht ins Bockshorn jagen lassen.

Ryanair droht, im Falle eines Streiks gerieten in Deutschland Jobs in Gefahr. Ähnliches hatte die irische Billigfluglinie im August gegenüber irischen Angestellten verlautbart, die ebenfalls für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen streiken wollten. Unfreiwillig bestätigt Ryanair mit den unverhohlenen Drohungen, wie sinnvoll, ja notwendig der angekündigte Streik ist.

Ein Arbeitgeber, der Warnstreiks mit Stellenabbau zu ersticken droht, wird sich nicht ohne Druck zu fairen Tarifvereinbarungen herablassen. Schließlich verdienen die Flugbegleiter bei Ryanair einschließlich Zuschlägen im Schnitt rund 1800 Euro brutto pro Monat, Crew-Leiter kommen auf 2700 Euro. Damit verdienen sie rund 1000 Euro weniger als bei der Billigfluglinie Easyjet. Mit anderen Worten: Die Iren gründen ihre Marktführerschaft in Europa auf Hungerlöhnen, die zu Lasten der Beschäftigten gehen. Deshalb: Streiken, jetzt erst recht.

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