Wahl in Argentinien

Argentinien: Irgendwie unregierbar

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Das Land braucht einen Schulterschluss verschiedener gesellschaftlicher Kräfte, um das Land aus der langjährigen Krise zu führen. Der Kommentar.

Argentinien taumelt seit bald einer Dekade am Abgrund. Nun hat die Bevölkerung den Präsidenten wieder abgewählt, den sie noch vor vier Jahren als Heilsbringer gewählt hatte. Entweder ist dieses Land unregierbar, oder die Politiker sind unfähig. Vermutlich ist es beides.

Die Probleme der drittgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas liegen so tief, und die Ideen sind so konfus, dass selten etwas Konstruktives herauskommt. Nun geht mit Mauricio Macri ein Globalisierer, der das Land für den Weltmarkt öffnete und Subventionen abschaffte. Mit brutalen Folgen für die Bevölkerung. Es kommen die Peronisten wieder an die Macht, die mit einem Auge wieder auf den Protektionismus schielen. Es braucht einen Schulterschluss aus Linken und Rechten, Protektionisten und Globalisierern, Industrie, Landwirtschaft und Gewerkschaften. Sie alle müssten einen Weg finden, wie das Land aus dem Teufelskreis zu führen ist. Dann kommen auch die 300 Milliarden Dollar zurück, die Argentinier aus Angst vor Abwertung ins Ausland geschafft haben. Mit dem Geld ließe sich viel bewegen. 

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